Hallo Wir sollten hierbei allerdings nicht den Blick für das Wesenetlich des Polytoxikomanen verlieren. Die Tablettenschlucker aus der Apotheke sind Ziel- und Zweckgerichtet in ihren Wünschen. Bittet einer von ihnen um ein Schlafmittel, wird er sich nicht wirklich mit Captagon zufrieden geben. Diesen Leuten fehlt das "Unbedingte", das "Dringliche" des Polytoxilomanen, dem es in erster Linie egal ist, welchen Stoff er ins Blut bekommt, hauptsache STOFF!!! Mir ist natürlich auch klar, dass der Begriff "Polytoxikomane" heutzutage mehr als politisches Stigma und weniger als medizinische Diagnose verwendet wird. Dadurch wird er zur Gemeinheit, wie beispielsweise auch der Begriff der "Einstiegsdroge". Einstiegsdroge
Wenn WIR von Polytoxikomanen sprechen, meinen wir nicht die sanften Tablettenschlucker aus der Apotheke, die nachhause gehen und ihre Tabletten vergessen, hatte die Apotheke sie zufällig gerade nicht vorrätig. Wir meinen auch nicht den Neurologen, der mit der Zigarette in der Hand und einem Glas Cognac nebst einer Tasse Mokka hinter seinem Schreibtisch sitzt und seinen Patienten als Polytoxikomanen diagnistiziert, weil der erzählte, er wäre zwar Morphinist, hätte aber auch schon ein Mal Hasch geracuht. Soche Leute, meinen wir nicht, wenn wir von Polytoxikomanen sprechen. Wir meinen die Leute, denen es egal ist, welchen Stoff sie verwenden. Ist der eine nicht zur Hand, schön, nimt man einen anderen. Hauptsache STOFF! Wir meinen die Leute, denen ihr gegenwärtiger "nüchterner Zustand" so unangenehm ist, das sie ALLES daran setzen, ihn möglichst auf der Stelle zu verändern, selbst verändern sie ihn vorübergehend nur zum Negativen. NICHTS WIE WEG VON SICH SELBST! und das am besten 26 Stunden am Tag! D I E S E Leute meine ich, wenn ich von Polytoxikomanen spreche. Was man vermeiden muss ist, den Begriff als politisches Stigma zu verwenden, wobei nur die Leute Polytoxikomanen sind, die mehrere der illegalen Substanzen zu sich nehmen und keineswegs diejenigen, die drei oder vier verschiedene legale Stoffe schlucken. DIESE ART der Anwendung des Begriffes, muss man freilich vermeiden. Und nochmal zur Euthanasie (Das wird eine lange mail...) Ich liege durchaus richtig, wenn ich im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Behandlung Opiatabhängiger von Euthanasie spreche. Man muss das im Kontext mit der Psychiatrie und im geschichtlichen Kontext betrachten. Die Psychiatrie ist grundsätzlich darauf aus, an ihren Patienten finanziell zu profitieren, Hand in Hand mit der Pharma. Das ist schon richtig. Unterdessen aber, euthanisieren sie ihre Patienten. Der Psychiater, ist kein Mediziner. Er ist eine politische Institution, die mit der Aufgabe betraut wurde, zu bestimmen, wer von uns mitspielen darf und wer nicht. Und wer in den Augen dieser Institution nicht fähig ist mitzuspielen, und diese Unfähigkeit obendrein auch noch an seine Kinder weiter gibt, wird völlig aus dem Spiel genommen. Dies, und dies alleine, ist Aufgabe der institutionellen Psychiatrie. Und weil eben die Zustände, die Menschen dazu bringen, Alkoholiker, Morphinist oder "Drogensüchtig" zu werden, vererbbar sind, ist die Psychiatrie darauf aus, den Typus des Morphinisten aus dem Spiel auszuschalten. Gruss: K.
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