Liebe Intercerebral-morphinisten, zunaechsteinmal vielen Dank fuer Eure mutmachende Seite. Wie ein Leuchtturm (auch wenn wir im GPS Zeitalter leben...). Ich moechte gern, dass Ihr folgenden Bericht auf die Seite stellt: Eigentlich nur eine Zahnextraktion dachte ich (54 J. promovierter Physiker seit 25 J. Morphinist). Da wollte ich mir zur Feier des Tages neben meiner 90 mg Methadonration noch ein wenig Tilidin als Sahnehaeubchen goennen. So nahm ich dann brav 40 Tropfen davon (20 Tropfen enthalten 51.45 mg Tilidin HCL * 1/2 H2O (=50 mg Tilidinhydrochlorid und 4.4 mg Naloxon-HCL * 2 H20 (=4 mg Naloxonhydrochlorid) und schluerfte meinen gemuetlichen Nachmittagstee. Schon nach wenigen Minuten verging mir Hoeren und Sehen. Die Realitaet wurde zu einem zweidimensionalen Film, mein Herz fing an zu rasen und die Nase lief wie im tiefsten Winter. Das schlimmste jedoch daran die Panik, die sich ueberstuelpt und die Beine wegzieht. Offenbar hat mich der minimale Anteil, der dem first pass in der Leber entgangen ist, voll in den Entzug katapultiert. Hinzu kommt der Duennschiss und ein unkontrollierbares Zittern. Meine liebe Ehefrau konnte meinen Arzt erreichen. In Abstimmung mit ihm nahm ich dann meine Folgeration Methadon fuer den nexten Tag wohl wissend, dass dies eigentlich fuer die Katz ist bei der hohen Bindungskraft des Naltrexons. Dann ging das ruhelose Rotieren und Frieren im Bett los. Die weiteren Details sind ja hinlaenglich genau beschrieben in zahlreichen Berichten. Es gibt kein Antidot gegen Naltrexon!!!! Da muss man durch!!!! Vielen Dank mfg XXX (Gekürzt INTRACEREBRAL)