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Opiumtinktur



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Hallo XXX
die letzten Tage, ja sogar Wochen, lese ich immer und immer wieder die
Morphinistenseite.
So bin ich doch (obwohl ein mir bekannter kleinerer Kreis schon länger so denkt) sehr froh darüber endlich mal etwas positives über den Konsum von Opiaten zu lesen. Ich selbst bin jetzt XX Jahre alt seit meinem ca XX ten Lebensjahr Morphinist und natürlich auch durch die faschistoiden Ansichten, Meinungen und Gesetzgebungen in die Politoxykomanie getrieben worden. Mit wiederlichem Codein oder viel zu lange wirkendem Methadon, wo einfach immer noch ein Stück fehlte zur völligen Stimmigkeit um mir die Lebensqualität zu holen, die für mich eben erst bei Einnahme eines richtigen (Opium oder Diamorphin) Opiates erreicht wird. Und um genau diese Lebensqualität ging es oder geht es bei mir bis auf den heutigen Tag. Ich hatte schon in frühester PUBERTÄT IMMER WIEDER DAS GEFÜHL, DAS MIT MEINEM KÖRPER ETWAS IM VERGLEICH ZU ANDEREN MEINES ALTERS NICHT STIMMIG WAR, und das
dies mit Sicherheit im endorphinen System zu finden ist, nahm ich nämlich Opiate so funktionierte ich bestens und das ist bei mir bis auf den heutigen Tag so geblieben.
Das dies andere Menschen oder Institutionen anders sahen, kannst du dir ja denken.
Nach 3 abgeschlossenen Therapien (Vorklapsmühlen) und zig kalten Entzügen bin ich nun soweit, dass ich mir von niemandem mehr reinreden lassen will oder besser kann wenn ich behaupte zu meinem Stoffwechsel gehören Opiate, wie zu einem Zuckerkranken Insulin.
Es geht mir einfach so viel besser, keine Depressionen, ich wirke besser auf andere Menschen, ich kann super Arbeiten gehen, bin offen und Lebensfreudig, rege mich nicht so schnell auf, meditiere, esse mit großem Appetit- ich nehme vor allem vom Opium immer gehörig zu- kurzum ich lebe ein lebenswertes Leben, wäre nicht das BTMG nur dazu da, mir das Leben zu verleiden. Und wie ich sie hasse, die drogenfreien, von nichts eine Ahnung habenden Ärzte und Psychologischen Missionare. Zur Zeit nehme ich noch jeden Tag 15 ml Opiumtinktur und mir geht es blendend. d.h. wenn es sich die Ärzte die ich bescheiß mir irgendwelchen Schmerzstories und
Arzneimittelunverträglichkeitsgelaber nicht schon morgen wieder anders überlegen und mich in die Substitution schicken, wo ich ruck zuck zum zombie werde.
Mein Körper verträgt nur Opium und Heroin. Bei Methadon bekomme ich wahnsinnige Depressionen und Schwitzanfälle, sodass ein Arbeiten gehen unmöglich wird, von Codein bekomme ich Ausschläge und fühle mich wie wenn ich Vogelgrippe hätte, und von Subutex fühle ich mich chemisch seltsam gut gelaunt, sodass mich neulich meine Chefin zum Gespräch geladen hatte, was denn mit mir los wäre, ich käme ihr so seltsam hyperaktiv rüber, ob ich irgendwelche Tabletten nehmen würde. Dies war auch dann der Zeitpunkt, wo ich wieder begonnen habe reines Opium zu nehmen, was ich einfach am Besten vertrage. Doch um dies zu bekommen muß ich lügen und betrügen bzw. es wird einem sehr verleidet- immer mit einem Bein überm Abgrund, ein
Damoklessschwert des Entzuges, wenn die Weisskittel die Verschreibung einstellen.
Und das mit Frau und zwei Kindern.
So, Karlos es ist schon spät, ich freue mich dass es die Morphinistenseite gibt, machs
erst mal gut und viele Liebe Grüße von XXX



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Hallo xxx,

ich vertraue sehr in deinen Stil und deine Rhetorik, da mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Ich habe mir fest vorgenommen diese Erfahrungen aufzuschreiben, jedoch brauche ich hierfür einen geeigneten Tag, sind es doch Erlebnisse, welche mich im Nachhinein gesehen psychisch und physisch ziehmlich fertig gemacht haben.
Überdies befinde ich mich gerade in einem sehr seltsamen Zustand, ausgelöst durch die tägliche Einnahme der Methaddict Tabletten in Verbindung mit der Opiumtinktur. So bin ich die meißte Zeit in einem kraftlosen, depressiven Dämmerzustand, der mir die größten Probleme bereitet um täglich arbeiten zu gehen. Das Wochenende habe ich dazu benutzt jeden Tag eine Tablette weniger zu nehmen und analog hierzu die Tinktur wieder aufzudosieren. Gottseidank habe ich von einem Freund noch einmalig 50 ml Tinktur bekommen und nächste Woche rezeptiert mir hoffentlich nochmals besagter Arzt 50ml, damit ich dieses Methaddict wieder aus meinem Körper verabschiedet. Ich habe die größten Probleme mich zu konzentrieren bzw. eine klaren Gedanken zu fassen
- ich vertrag einfach kein Methadon, danach möchte ich auf jedenfall mein
Entzugsbericht zu Papier bringen und Dir zusenden. Am wichtigsten ist für mich
allerdings einen baldmöglichsten Termin mit Dr. XXXXX zu vereinbaren, damit ich zuverlässig die Tinktur bekomme. Übrigens, deine Erfahrungen mit dem selbsthergestellten Methadon sind ja echt hammermäßig, da wirds mir echt schlecht schon beim Lesen, zum Glück hattest Du da einen Arzt der dir damals geholfen hat davon runterzukommen.
Also Karlos ich hoffe daß es mir schon nächste Woch besser geht und ich endlich von diesem Methaddict runterkomme, je schneller desto besser. Kann es sein wenn man Methadon zu schnell runterdosiert Angstzustände ausgelöst werden?

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Hallo XXX

Durch das zu rasche Herunterdosieren des Methadon (Methadict) löst du
Angstzustände aus, das ist richtig. Du kannst damit noch viel mehr auslösen. Sei also vorsichtig. Alles, was das Methadon während der Zeit seiner Einnahme Betäubt, unterdrückt hat, wird bei zu raschem Herabdosieren verstärkt in den Vordergrund treten.

Ich beneide dich um deine geringe Dosierung. Umgerechnet auf Methadon befinde ich mich, als Schmerzpatient, auf einer Dosis von rund 150mg/Tag.


Liebe Grüße und viel Erfolg: XXX



Wir entschuldigen uns bei etwaigen kommerziellen Herstellern von Opiumtinktur für die in ihren Augen vielleicht etwas "negative Werbung" für ihr Produkt. Wir sind jedoch bemüht, auch diesen Gebrauch von Opiaten, wie er heute noch stigmatisiert und illegalisiert wird, in den Bereich akzeptierter medizinischer Verwendung zu rücken.
Aus diesem Grunde sind wir der Meinung, das wir den Gebrauch dieses Produkts, wie er zweifelsohne, zurecht oder zu unrecht, stattfindet, nicht unterschlagen dürfen.

INTRACEREBRAL
Die Morphinistenseite



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