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S U B S T I T U T I O N   I N   D E R   P R A X I S 

Um meiner Wut über die verlogene, unqualifizierte Behandlung in den Substitutionsprogrammen Ausdruck zu verleihen, habe ich einmal alles aufgeschrieben, was mir dazu einfiel. Der folgende Text ist ein kleiner Auszug daraus.
...Ich bin in einer Substitutionsbehandlung und habe seitdem ich dabei bin nur Defizite meiner Lebensqualität hinnehmen müssen. Man kann sagen,daß ich mit Eintritt in diese Behandlung erleben musste,wie die Türen zu einem aktiven lebenswerten Leben schleichend aber sicher zugegangen sind. Allein die emotionale Kommunikation - wesentlicher Bestandteil der Kommunikation schlechthin ( - ein Beispiel von vielen) ist dermaßen stark beeinträchtigt und gestört, daß ich mich wie einen isolierten Krüppel erlebe. Die Alternative wäre, wieder anfangen Heroin zu injizieren. Nach über 30 Jahren, in denen ich das Opiat zu 'gebrauchen' gelernt und es gelebt habe, sehe ich nicht so recht ein, warum ich jetzt nochmal 'umlernen' soll, zumal ich in der Lage war Erfolge aufzuweisen. Das Opiat scheint meiner psychischen Lage auf ideale Weise entgegen zu kommen und meine Bewegung, - meinen Produktionstrieb zu begünstigen. Die Wirkung ist: Gelassenheit, Antrieb, Kraft, Geduld und Zuversicht, Friede, Anregung ohne Aufregung, Beruhigung ohne Sedierung (-Gleichgültigkeit). Anregung & Beruhigung, zwei Komponente, die sich auf wundersame Weise ausgleichen. Ist schon irre, was die Natur so hervor bringt... die Natur ist für alle da... solange man vernünftig mit ihr umgeht. Wenn ich meinem Arzt die Nebenwirkungen der Substitutionsmittel (bisher Polamidon & Subutex) schildere, bekomme ich zu hören,daß ich mich daran schon gewöhnen würde bzw. daß das auch 'Kopfsache' sei. Bei anderen 'normalen' Patienten (mit völlig anderem Hintergrund), deren Medikation ähnliche Nebenwirkungen verursacht hat, wurde das Medikament sofort abgesetzt. Für mich ist die gegenwärtige Substitutionsbehandlung eine Art Aushalten, verbunden mit der Hoffnung, daß die Verantwortlichen ihr klischeehaftes Denken & Beurteilen endlich einmal revidieren mögen und die wirklich helfenden Präparate freistellen. Ich bin nicht 'stark- Schmerzmittel'-abhängig, sondern (seit 1972) opiatabhängig - das ist ein himmelweiter Unterschied. Auch wenn diese Substitutionsmittel verschiedene Symptome der Sucht abdecken, so richten sie doch mehr Schaden an, als daß sie nützen.
Mit einem Opiat (Dihydro-Codein wäre ein akzeptables Substitutionsmittel mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe/hatte) bin ich 1. in der Lage, alle übermäßig schrillen, lästigen, verwirrenden und beklemmenden Eindrücke meiner entarteten Umwelt auf ein erträgliches Maß herrab zu dämpfen, um 2. meine Konzentration mit innerer Ruhe,Hingabe und Gelassenheit auf das Objekt meines Interesses auszurichten und eine Sache zielstrebig und mit Zuversicht vorranzutreiben und zu beenden. Ich war in der Lage Erfolge aufzuweisen, -meine Arbeit, sei es als Bauschreiner oder Künstler, zur Zufriedenheit meiner Auftraggeber fertigzustellen. (Mit dem Gerede der Therapeuten, ein Junkie sei nicht in der Lage an seine Gefühle zu kommen, weil er sich die 'weggedrückt' hat, kann ich nichts anfangen. Als ich im Gruppengespräch der Therapie, die ich vor ca.10 Jahren mal gemacht hatte gesagt hatte warum ich Opiate genommen habe - nämlich nicht nur zum Schutz meines Seelenfriedens sondern auch aus Gründen der besseren Energiemobilisierung und Konzentration etc., erwiderte die Therapeutin platt, ich solle doch nicht so'n Quatsch erzählen. Ein Opiat ist ein Betäubungsmittel; Betäubungsmittel = platt in der Ecke liegen. Offenbar sei ich nicht in der Lage, meine Problematik richtig einzuschätzen. Zu meinem Glück bestätigte einer aus der Gruppe meine Aussage, sonst hätte ich fortan als Idiot dagestanden. Die Therapeutin schwieg dazu offenbar verwundert, und ich dachte mir: 'Sieh an,die haben oft nichts weiter als ihre Klischees in der Birne, mit denen sie dann auf ihre Patienten losgelassen werden. Man wird in Kategorien aufgeteilt und in die Schublade gestopft, die am ehesten zu passen scheint. Wenn dann doch noch 'ein paar Ecken überstehen', so werden diese einfach gekappt... und dann passt das schon. [An anderer Stelle sagt man: Der feine Unterschied, auf den kommt es an]. Ich hatte großen Spaß an meiner Arbeit (trotz hochgradiger Opiatabhängigkeit) und habe rege am Leben teilgenommen. Ich hatte die Menschen und das Leben geliebt,war neugierig und zur Anteilnahme befähigt, ich war munter und wissbegierig; ICH WAR DA; ich hatte gelebt. Jetzt bin ich ein Krüppel und liebe das Leben nicht mehr; es ist mir einerlei geworden, es ist alles so nichtssagend, - entleert...
DAS IST SEHR BEKLEMMEND.
Das Leben in unserer technisierten, schnelllebigen, profitgeilen und verlogenen Gesellschaft erscheint mir als ein völlig entartetes Leben. Wenn ich mich dem schon aussetzen soll, dann möchte ich mich wenigstens in der Weise schützen können, daß ich eine Art Pufferzone einrichte, die mich vor allzu direkter manipulativer Berieselung bewahrt. Ich habe keine Lust mir das Gequatsche eines Therapeuten anzuhören, der mir die 'richtige' Sichtweise beibringen will und mir verklickert was gerade so im Trend liegt. Wenn ich im Opiat ein Mittel gefunden habe das mir hilft, so ist das einzig und allein meine Angelegenheit dieses Mittel zu gebrauchen. Ich schädige keinen Dritten, und somit hat niemand das Recht, mir da irgendwelche Vorschriften zu machen. Alle, die mir dazwischen reden,- sei es der Staat,- irgendwelche Ärzte und Therapeuten oder Sonstwer, behindern mich nur, bremsen mich aus und machen mir das Leben schwer. Mit welchem Recht? Ich empfinde das als gravierenden Eingriff in meine Privatangelegenheit.
Auch wenn ich auf Grund von Beschaffungsproblemen (die Beschaffung nahm oft sehr viel Zeit in Anspruch) meine letzte steuerpflichtige Tätigkeit kündigen musste,so habe ich trotz Opiatabhängigkeit doch Lust und Erfüllung in der Ausübung meiner Tätigkeit als Handwerker und Künstler gefunden. Allerdings kommt es dabei auf die richtige Dosierung an. Opiatmißbrauch ist für mich dann gegeben, wenn man sich auf Dauer dermaßen zudröhnt, daß man nicht mehr kommunikationsfähig ist; so eine Gebrauchsweise lehne ich ab, doch will ich mir ein endgültiges Urteil nicht erlauben...
Es gibt viele emotional geschädigte Menschen, die zu Drogenmißbrauch greifen. Diesen Menschen ist aber ganz und gar nicht geholfen, wenn man sie in den Substitutionsprogrammen (aus letztendlicher Bequehmlichkeit und falscher Beurteilung) mit abstumpfender Medikation abfertigt. Bei den Substitutionsmitteln ist es doch so, daß man die euphorisierende Komponente unter fadenscheiniger, nicht nachvollziehbarer Begründung abgetrennt hat, sodaß die betäubende Komponente übrig bleibt, die dann von den 'großartigen Theoretikern der Medizin' als hilfreiches Substitutionsmittel verabreicht wird. Das ist bestenfalls unqualifizierter grober Unfug und muss abgeschafft werden. Die Natur hat sich sicher etwas dabei 'gedacht' als sie das Opiat so geschaffen hat wie es ist. Wenn der Mensch jetzt daher kommt und nach eigenem Gutdünken daran herrum schnippelt, so ist das, wie es sich in so vielen Bereichen immer wieder zeigt, mehr als bedenklich. Und sollte bei der Manipulation der Natur dennoch etwas 'positives' dabei heraus kommen, so ist es trotzdem sehr zu bedenken ob und auf welche Weise irgendwelche Erkenntnisse eingesetzt werden sollen. Manchmal ist es besser man läßt die Finger davon und wendet schon gar nicht irgendwelche Erkenntnisse an, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein.
Opiat besteht aus zwei wesentlichen Bestandteilen, die sich optimal ergänzen; nimmt man die euphorisierende Komponente weg, die ja eigentlich die betäubende Komponente kompensiert, hat man als Ergebnis ein Betäubungsmittel im wahrsten Sinne des Wortes. So ein Mittel ist vielleicht für Patienten geeignet, die starke Schmerzen haben und ruhig liegen müssen. Um im alltäglichen Leben zu bestehen, ist so ein Mittel völlig ungeeignet. Es wird langsam Zeit, die bisherige Medikation kritisch unter die Lupe zu nehmen,- das allein schon aus Gründen der Menschenwürde. Ich empfinde es als Schlag ins Gesicht, wenn ich mir die Bagatellisierungen der Ärzte bezüglich der unangenehmen, störenden Nebenwirkungen der Substitutionsmittel anhören muss. Viele Ärzte scheinen im Übrigen garnicht für ihre Patienten da zu sein, sondern lediglich für die Vorschrift und deren Einhaltung. Es gibt Ärzte, die aus ordinären Gründen der Profitmaximierung ihre Klienten an der kurzen Leine halten; den Klienten wird garnicht erst eine Mitgabe in Aussicht gestellt, da sich das tägliche Erscheinen zur Vergabe besser abrechnen läßt. Gut, die Klienten werden in diesem mir bekannten Fall darauf hingewiesen,aber es erscheint mir doch sehr niederträchtig auf diese Weise vorzugehen. Gerade die Ärzte sind hier gefragt, Solange sie ihren Kommissionen nur berichten:'Bei mir läuft alles nach Vorschrift, keine Probleme', solange wird sich auch nur schwer etwas ändern.Es wird sich viel Arbeit gemacht mit den Süchtigen: Soziale Betreuung, Therapiegespräche, Beikonsumentgiftungen und dies und das und sonst noch was. Doch diese ganze Arbeit die man sich mit den Süchtigen (Klienten) macht, hat etwas verlogenes. Die Klienten werden mehr oder weniger verwaltet, gegängelt, 'entmündigt'.
Die Fähigkeit zur Selbstständigkeit wird zu Gunsten einer Betreuung durch einen Sozialarbeiter entkräftigt; immerhin braucht der Sozialarbeiter ja auch seine Daseinsberechtigung. Eine Ärztin kitzelt aus ihrer Patientin die Antworten herraus, die sie hören will. Die waren Probleme der Patientin sind irrelevant; Hauptsache die Ärztin kann in ihre Akte schreiben:'Keine Probleme'. Bei einem pers. Gespräch mit dieser Ärztin hatten sich mir die Nackenhaare gesträubt. Ich hatte das Gefühl, daß das Gespräch in einem fiktiven Rahmen stattfand; der Rahmen schien mir in diesem Fall die Vorschriften und Richtlinien zu sein. Jedes Argument das in seiner Weiterführung diesen Rahmen zu verlassen 'drohte', wurde von der Ärztin garnicht -, oder in der Form beantwortet, daß es in diesen Rahmen zurückführte. Die Dame war nicht mal bereit ihren Ermessensspielraum zu nutzen. Die Vorschriften gingen ihr über alles - selbst über das Wohl (oder die Qual) ihrer Patienten. Wer als Arzt in der Drogenarbeit tätig ist, sollte sich nicht damit begnügen den bequehmen Dienst nach Vorschrift zu machen.
Die Ärzte, als diejenigen, die sozusagen an der Basis arbeiten, sitzen ihren Patienten Aug' in Aug' gegenüber und können als Erste Mißstände aufzeigen und Verbesserungsvorschläge machen. Je mehr das tun, desto mehr wird ein Umdenken der entsprechenden Kommissionen angeregt. Der einzelne Patient hat einen Anspruch auf individuelle Behandlung, anstatt pauschal abgefertigt zu werden. Und das ganz besonders bei einer psychisch und sozial so tiefwirkenden Medikation wie es die Substitution ist.
Seit ich programmmäßig substituiert werde ist von all meiner Lebensfreude nicht mehr viel übrig. Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mich auszudrücken,- Spuren zu hinterlassen,- zu reflektieren... Davon ist wenig geblieben seit ich der stereotypen Dauerberieselung durch die gängigen Substitutionsmittel ausgesetzt bin. Mein früherer Hausarzt erzählte mir einmal, daß man ihn wegen Körperverletzung anklagen könne, wenn er wissentlich das falsche Medikament verabreichen würde. In diesem Sinne begeht der Staat Körperverletzung an mir.
Allerdings sei noch gesagt, daß ich seinerzeits ab dem Moment,da mir mein Hausarzt regelmäßig Codein verschrieb (privat), ich in der Lage war,mich von der Drogenscene und deren kaputten, (aus Not) kriminellen und kriminalisierten Erscheinungen zu trennen, um ein 'gesellschaftlich' normales und wesentlich gesünderes Leben zu führen.
Mir ist die Vielschichtigkeit der Problematik dieses Themas 'Sucht & Drogen' bewusst. Es gibt sehr viele Leute die sich einfach nur betäuben wollen.Vielleicht bilden diese 'Betäubungskonsumenten' sogar die Mehrheit der Opiatgebraucher. Möglicherweise können diese Leute nichts mit sich anfangen,-haben kein Ziel,-haben keine Lebensinhalte...
Dieses ist ein Problem an dem unsere schnell und schnellerlebige Gesellschaft mitverantwortlich ist. (Wie oft muss man sich tagtäglich selbst vergewaltigen oder vergewaltigen lassen,um als Mitglied der Gesellschaft anerkannt zu werden / um zu fuktionieren? Stichwort: Bio-Rhythmus,Manipulation und Belästigung durch aggressive Werbung, Reizüberflutung, Verunsicherung durch verlogene Politik und Wissenschaft sowie Forderung zweifelhafter Moral und Ideale usw.) Doch trotz der Problemgruppe der Betäubungskonsumenten und Aussteiger gibt es Etliche deren Motiv zum Opiatkonsum ganz woanders liegt. Menschen, die nicht 'aussteigen' sondern 'einsteigen' wollen (-ins Leben einsteigen wollen). Sensible Individuen die den Preis der Abhängigkeit vom Opiat dem Preis der Depression, Vereinsamung... bishin zur gesellschaftlich bedingten Psychose, vorziehen. Diesen Menschen kann man durch eine richtige Behandlung (die Befreiung von der Geißel einer falschen Medikation) wieder ein 'normales' gesellschaftliches Leben ermöglichen und ggf. auch dem Arbeitsmarkt wieder zugänglich machen. (Es ist doch wohl so, daß kaum einer Beikonsum frei ist. Die, mit denen ich gesprochen habe, geben immer wieder die bleierne abstumpfende Wirkung der Substitutionsmittel an, der sie zu entrinnen suchen. Ich muss sagen (um mich mal so auszudrücken), daß mir die Vorstellung, das mir bekannte Kraut (Papaver S.) aus Mutters Garten der Natur einzunehmen, um meine Beschwerden zu lindern besser gefällt, als irgend eine neue neurologische Errungenschaft, die spezialregulierend in den Botenstoffhaushalt meines Gehirns eingreift und ansonsten Nebenwirkungen mit sich bringt die an eine Wundertüte denken lassen. Die Psychiater bei denen ich im Laufe meiner Substitutionsbehandlung war, scheinen jeweils ihr 'eigenes' Medikament zu favorisieren. Man bekommt dann gesagt: Hier, nehmen Sie das mal und sagen mir dann in zwei Wochen, wie es Ihnen damit ergangen ist.
Da frage ich mich: Weiß der Arzt gar nicht genau was er mir da verabreicht, oder wirkt das Mittel individuell so unterschiedlich, daß die Chancen 50/50 stehen, ob es mir hilft oder nicht. Bei solchen Sachen bin ich schon sehr skeptisch; ich bin schließlich kein Versuchskaninchen. Außerdem,- was soll der Quatsch? Warum soll ich als Substitutionspatient ein sowieso abhängigmachendes Opioid, welches schädliche Nebenwirkungen hat, einnehmen und dann dazu ggf. Präparate gegen die Nebenwirkungen? (In der Regel haben die Präparate gegen die Nebenwirkungen auch wieder Nebenwirkungen, sodaß man sie oft besser gar nicht erst nehmen sollte.) Was mir überhaupt völlig grotesk erscheint, ist die Beobachtung, daß vorzugsweise Präparate gegen Nebenwirkungen der Substitutionsmittel (Depressionen, Lustlosigkeit etc.) verabreicht werden, die ihrerseits wiederum die dumpf- und apathisch machende Betäubung des Substituts verstärken. Wozu dieser Hick-Hack? Ich habe mich auch schon gefragt, ob diese Substitutionsprogramme samt ihren Auflagen (Sozialbetreuung etc.) nicht auch schlicht und einfach Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Sozialarbeiter, Therapeuten und Ärzte etc. sind; wenn ich mir die Arbeitsteilung so anschaue... immer mehr Spezialbereiche...?!? Da scheint mir doch der Süchtige, der sich in die Obhut des Staates begibt ordentlich mißbraucht zu werden. Bleibt man da lieber bei der Selbstversorgung, wird man kriminalisiert und bringt allein durch die schwankende Qualität des Stoffes von der Scene seine Existensgrundlage, ja, sein Leben in Gefahr (Ein Fehlgriff [-schlechte Shore] zur bestimmten Zeit kann verhehrende Konsequenzen haben. )
Wenn man schon zu einer Konsumakzeptanz orientierten Arbeit in der Opiat/Drogenarbeit übergegangen ist, dann sollte man auch bereit sein konsequenterweise den zweiten Schritt zu tun und das 'richtige' Mittel freigeben. Es gibt viele Möglichkeiten, unabhängig von z.B. einer
umständlichen Heroinstudie, die allerdings wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer bildet, der jedoch durch die bestehenden Auflagen (mehrmaliges tägliches Erscheinen zur Vergabe) wieder zunichte gemacht wird. Es ist doch unwürdig an eine derart kurze Leine gelegt zu werden; es ist schlichtweg ein Verbrechen an der Menschenwürde.
Es gäbe noch viel anzumerken und zu schreiben, doch um den Rahmen nicht zu sehr zu strapazieren belasse ich es erst einmal dabei in der Hoffnung auf Einsicht des Gesetzgebers und der verantwortlichen Kommissionen & baldige Verbesserung der gesammten Situation.

Werner Klumpp
Kontakt: mailto:tele.werner.klumpp@gmx.net



Anmerkung Der Morphinistenseite:

Es ist an der Zeit dass Menschen, die sich anmaßen in der sog. Suchtbehandlung tätig zu sein aufhören, sich von staatlichen und halbstaatlichen Stellen indoktrinieren zu lassen. Es ist an der Zeit dass diese Leute aufhören, ihr Klientel von vorne herein als Lügner aus zu machen und es ist an der Zeit dass diese Leute lernen, auf ihr Klientel zu hören. Logischer Weise wissen Menschen, die jahrelang, teils Jahrzehnte lang mit Opiat gelebt haben mehr darüber zu erzählen als jemand, der dies nur theoretisch kennt.
Es ist wahr: Manche zeitgenössische Morphinisten sind durch ein Leben unter den grausamen Bedingungen des BtmGes bereits so zerstört und verstört worden, dass sie sich kaum mehr zu artikulieren wissen. Sie sind aber in der Minderheit. Die Mehrzahl der Morphinisten von heutzutage wissen sehr wohl, was in ihnen und um sie her vor geht und verstehen dies auch auszudrücken. Sie wissen das eben so gut und können es ebenso gut zum Ausdruck bringen, wie jeder andere gesunde und intelligente Bürger. Sie wissen das mindestens eben so gut wie Sie, Frau und Herr Therapeut/in! Es ist deshalb schon lange an der Zeit, dass man endlich auf sie hört!

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