Startseite Zur 2. Morphinistenseite WEGWEISER RECHTLICHES VORWORT DER MORPHINIST DAS MORPHINISTISCHE MANIFEST Dr. HANNES KAPUSTE AXEL JUNKER KARLOS & Co. ERFAHRUNGEN KARLOS & Co. ERZÄHLUNGEN & KURZGESCHICHTEN ANTIQUARIAT RECHT, POLITIK, WISSENSCHAFT UND MEHR.... SOZIAL & POLITISCH KRITISCHES GEMISCHTES GEDICHTE & PROSAISCHES BRIEFE SUCHEN

GEMISCHTES:
Morphinismus, die Suchtbehandlungsmafia und einiges mehr...


Themen:
Der Suchtexperte
Der große Suchtschwindel
Sucht Sucht Sucht
Die Suchtbehandlungsmafia
Die Selbstmedikation
Es endlich schaffen...
Der morphinistische chronische Schmerzpatient
Onkel Olaf
Kluge Sprüche & Gedanken
Opioide & Neuroleptika
Heroin ist "harmlos!"
Spiritus loci, oder der Geist des Ortes
ZEN, und die hohe Kunst des Einbrechens
Koffein Abhängigkeit
Psychisch Krank
Opiat - Notizen
Der Amsterdamer Junkie Bund
Geburtstag der Morphinistenseite
UMDENKEN! Ein Appell an "Junkies"!
Keesje Brijde und das Rangierterrein
Zur gefälligen Kenntnisnahme...-
Geht weg....
Gemischtes 2
    Kampf, dem mörderischen Wahnsinn
    Rentenjäger
    ...immer kleiner
    Morphinismus, Gesundheit & Wahrnehmung
    Beklopt...-
    WORTE
    Albträume & Zustände
    Anfänge & Gründe
    Moderne verborgene Eugenik


Allgemein:
Arbeitsweise & Terminologie
Spenden
LINKS
Impressum
Kontakt


Der morphinistische chronische Schmerzpatient



Nach oben

D E R   M O R P H I N I S T I S C H E   C H R O N I S C H E   S C H M E R Z P A T I E N T 

******************************************************************************************
Ist der überwiegende Teil der Morphinistenseite den Morphinisten gewidmet, die sich ohne ärztliche Verordnung mit Opiat ihre Leiden selbst behandeln und ihre geistige Gesundheit aufrechterhalten, so wollen wir hier den morphinistischen chronischen Schmerzpatienten nicht vergessen.
Wie alle Ärzte wissen, ja, wie es fast schon zum Allgemeinwissen gehört, erfordert Morphin nach gewisser Zeit der regelmäßigen Einnahme Dosisanpassungen. Wie häufig und wie sehr die Dosis dabei gesteigert werden muss, hängt nicht zuletzt von der Stoffwechselbeschaffenheit des individuellen Patienten ab. Dieses Wissen aber, hält viele Ärzte nicht davon ab, selbst nicht- morphinistische Schmerzpatienten, bei denen Dosisanpassungen nötig werden, als heimliche Morphinisten zu verdächtigen.

Morphinisten selbst, wird in unserem Lande in aller Regel adäquate Schmerztherapie mit Morphin gänzlich vorenthalten. Weshalb? Man befürchtet, sie könnten „rückfällig“ werden, oder aber, es könnte eine noch bestehende Morphinabhängigkeit aufrechterhalten oder vertieft werden.

Bedenkt man dabei, dass während einer längerfristigen Therapie mit Morphin auch der nicht-morphinistische chronische Schmerzpatient von Morphin abhängig wird, sieht man, dass hier einer Kategorie Kranker erlaubt wird, was man der andern verweigert, nämlich von Morphin abhängig zu sein. Was ist es, was während einer Morphinabhängigkeit im morphinistischen Patienten geschehen könnte, dass im Falle eines nicht-morphinistischen nicht einträfe?

Der morphinistische Patient könnte während seiner Schmerztherapie, über die Schmerzstillung hinaus, Wohlbefinden erfahren. Dasselbe gilt aber auch für den nicht morphinistischen Schmerzpatienten. Auch er könnte, als Nebenwirkung seines Morphins, Wohlbefinden erfahren. Weshalb nun, hat ein nicht-morphinistischer Schmerzpatient Recht auf Morphin induziertes Wohlbefinden und der morphinistische Schmerzpatient nicht? Wobei obendrein noch festzuhalten wäre, dass der morphinistische Schmeruüatient durch Morphin lediglich das Wohöbefinden eines gesunden Menschen erfährt und nichts darüber hinaus. Manchmal gewinnt man den Eindruck, die Menschheit befürchte, ein Morphinist könne Morphin auf solch geheimnosvolle Weise verstoffwechseln, dass dabei schreckliche Gespenster entstehen und die Welt bevölkern könnten...-

Man weiß in den oberen Rängen unseres medizinischen Establishments, dass Morphinisten bei der Gabe von Morphin über die Schmerzstillung hinaus auch noch das Lindern anderer Leiden, meist Leiden psychischer Art, erfahren und das wird ihnen untersagt. Das Monopol zur Behandeln solcher Leiden hat die etablierte Psychiatrie sich angeeignet und sie duldet nicht, dass Menschen Therapien erfahren, die nicht in deren Behandlungskatalog stehen.

Die Eifersucht der etablierten Psychiatrie hinsichtlich ihres Einfluss- und Machtbereiches ist es was wahrhaftig dahintersteckt, wenn ein dessinformierter und gut indoktrinierter niedergelassener Arzt seinem morphinistischen Patienten sagt: „Es tut mir leid, aber Sie darf ich nicht in Schmerztherapie nehmen. Versuchen Sie es doch bei einem meiner Kollegen die Drogen-Substitution betreiben…“

Mir sind zahlreiche Fälle von morphinistischen Schmerzpatienten bekannt, die trotz horrender Schmerzkrankheiten nirgendwo einen Arzt finden, der sie mit Morphin behandelt. Einer dieser Patienten leidet an einer Krankheit die bewirkt, dass immer wieder Teile seiner Gliedmaßen amputiert werden müssen. Er lebt seit vielen Jahren mit stets wiederkehrenden Amputationen und hat dabei noch nie adäquate schmerzstillende Mittel bekommen.

Hat ein Mensch erst mal in seiner Krankenakte oder bei der Krankenkasse den Vermerk einer Anamnese von „Drogenmissbrauch“, läuft er in unserem Lande Gefahr, sein Leben lang keine adäquaten Schmerzmittel mehr verordnet zu bekommen. Mir ist ein Fall bekannt, dem selbst bei stärkstem Husten die Verordnung von Kodein verweigert wird.

In Anbetracht der Tatsache, dass selbst ein exzessiver chronischer Gebrauch von Morphin zu keinerlei nennenswerten organischen Schädigungen führt muss man sich doch fragen, weshalb einer gewissen Kategorie Kranker der Gebrauch schmerzstillenden Morphins gestattet wird und einer anderen Kategorie nicht.

Handelt es sich um chronische Schmerzen, die voraussichtlich ein Leben lang anhalten werden, ist es unsinnig, dem Morphinisten Morphin zur Schmerzbehandlung zu verweigern und doch geschieht das in aller Regel. Das BtmG und die Btm Rechtssprechung bereiten praktizierenden Ärzten solche Ängste, dass oft selbst menschlich eingestellte Ärzte vor einer Morphinverordnung an morphinistische Schmerzpatienten zurückschrecken. Nicht nur das. Das BtmG und die Btm Rechtssprechung haben sogar bewirkt, dass viele praktizierende Ärzte davor zurückschrecken, sich bei der Bundesopiumstelle Btm Rezeptformulare zu beschaffen.

Solche Ärzte versuchen, dass Unmögliche möglich zu machen. Nämlich eine ärztliche Praxis aufrechtzuerhalten ohne die Möglichkeit, notfalls Betäubungsmittel zu verordnen. Da aber eine adäquate ärztliche Versorgung ohne die Verordnung oder Verabreichung von Betäubungsmittel gar nicht möglich ist, wäre ich dafür, allen Ärzten ohne Btm Rezeptformulare
in ihrer Praxis, sofort die Approbation zu entziehen.

Alles, was faktisch den morphinistischen chronischen Schmerzpatienten vom nicht- morphinistischen unterscheidet ist, dass der morphinistische Schmerzpatient höhere Dosen an Morphin benötigt.


Es ist der Pharmaindustrie durch Manipulation des Gesetzgebers, der Rechtssprechung und der Lehren an den Universitäten weitgehend gelungen, billige, natürliche Opiate aus der Welt zu schaffen. Es ist noch nicht so lange her, als auf den Wiesen Deutschlands und an den Rändern von Feldern noch der Schlafmohn wuchs. Das ist vorbei. Heute, gibt es sogar ein Gesetz gegen den Handel mit natürlichem Mohnstroh, wie es zum Herstellen von Blumengebinden verwendet wird. Damals, war es einem Schmerzpatienten noch möglich, auf die Wiesen und die Felder zu gehen, um sich dort schmerzstillendes Mittel nachhause zu holen. Dass dies vorbei ist, haben wir nicht zuletzt der Pharmaindustrie zu verdanken, die sich die selbstgeschaffene öffentliche Opiatknappheit zunutze macht, um für ihre Opiate horrende Preise zu fordern. Ein Gramm Morphium in der Form von Tropfen z.B. kostet im billigsten Fall 60 Euro. Bei Buprenorphin (Temgesic), fordert die Pharmaindustrie 5000 Euro pro Gramm wirksamer Substanz. Schon heute, findet man auf den Heroin Schwarzmärkten gelegentlich nicht-morphinistische Schmerzpatienten, die dort Heroin kaufen um damit ihre Schmerzen zu behandeln. Weshalb? Weil Heroin in vielen Fällen schon billiger ist als Pharmaopiat und weil es im Gegensatz zu Pharmaopiat ohne große Probleme zur Verfügung steht. In der Stadt in der ich lebe, wird zurzeit Heroin für 40 Euro pro Gramm gehandelt. Es sind horrende Zustände, die herrschen in unserem Lande, hinsichtlich nicht- morphinistischer und morphinistischer chronischer Schmerzpatienten. Und all das letztlich nur, um ein Btm Gesetz aufrecht zu erhalten dass denen die Geldbeutel füllt, die es aufrechterhalten.

Die Pharmaindustrie, die eigentlich der Ärzteschaft zu Dienste sein sollte, hat es geschafft, sich die Ärzteschaft zu Dienste zu machen und viele Ärzte zu bloßen Rezeptschmierern zu degradieren. Heute schreibt die Pharmaindustrie vor und nicht mehr die Ärzteschaft, welche Medikamente in welchen Fällen in welchen Mengen verordnet werden dürfen. Es ist an der Zeit dass die Verhältnisse wieder rechtgerückt werden und die Ärzteschaft sich ihre ärztlichen Rechte von der Pharmaindustrie zurück erobert. Dies freilich ist ein ungleicher Kampf, da die Pharmaindustrie durch ungleich mehr Geld ungleich mehr Macht besitzt. Hier müssen finanzielle Werte wieder durch Werte der Menschlichkeit ersetzt werden. Es gilt zuletzt, die Macht der etablierten Psychiatrie und der Pharmaindustrie zu brechen und deren Einflussbereich wieder auf das ihnen zugestandene Maß zu beschränken. Der Arzt muss wieder frei werden in seiner ärztlichen Entscheidung und muss wieder Entscheidungen treffen dürfen die wahrlich therapieorientiert sind und nicht Gesetzes- oder Richtlinienorientiert. Die Ärzteschaft muss sich das Recht auf freie ärztliche Behandlung zurückerobern!

Alle Rechte
INTRACEREBRAL
Die Morphinistenseite



Nach oben