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Die Selbstmedikation
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D I E S E L B S T M E D I K A T I O N
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****************************************************************************************** Der Umstand, dass an Krankheiten leidende Opiatkonsumenten sich nach Einnahme ihrer Opiate besser fühlen, wenn nicht sogar gesund, wird ihnen ausgelegt als befänden sie sich damit unter einem unerlaubten, unnatürlichen, durch „Drogen“ hervor gerufenen „High“ - Zustand.
Damit wird ihnen der bloße Umstand dass sie sich gesund fühlen, vergällt, als moralisch verwerflich ausgelegt und sogar als strafrechtlich relevant. Dies ist die Situation, in der Morphinisten sich befinden, die Opiate zur Selbstmedikation verwenden. Ihr Wohlbefinden wird ihnen als verboten ausgelegt.
Niemanden würde es einfallen, einem Diabetiker das Wohlbefinden zum Vorwurf zu machen das ihn überkommt, nimmt er sein Insulin ein, noch dem Schmerzpatienten das Gefühl der Erleichterung das ihn nach der Einnahme seiner Opiate überkommt.
Nur weil viele Leiden von Morphinisten nicht diagnostiziert werden, schon weil sie in ihrer Symptomatik oft unschärfer umrissen sind als die Leiden eines Diabetikers oder Schmerzpatienten, macht man Morphinisten den heilsamen Effekt ihres Medikamentes zum Vorwurf.
Aber was können Morphinisten für das Unvermögen oder den Unwillen der etablierten Medizin, ihre Leiden zu diagnostizieren bzw. zu behandeln?
Spricht man mit langzeitig chronischen Opiatkonsumenten, wird man zu hören bekommen, dass sie bei ihrem Konsum längst keine „Euphorie“ mehr empfinden und sich damit eigentlich „nur noch gesund“ machen, sich nur noch "normal" fühlen.
Mit diesem „gesund machen“ ist durchaus nicht notwendigerweise nur das Beseitigen der opiatspezifischen Entzugserscheinungen gemeint. Gemeint damit ist auch das Beseitigen von Symptomen, wegen derer man ursprünglich mit dem Konsum von Opioiden begann.
Ein Mensch, der jahrelang oder jahrzehntelang seinen Heroinkonsum beibehält, obwohl er dieses Konsums wegen in all den Jahren nur noch in Gefängnissen und Therapiestätten ein und aus ging, obwohl sein ganzes Leben dieses Konsums wegen längst durch die allgemeine Ächtung seitens der Gesellschaft nach allen Richtungen hin verbaut worden ist, ist entweder so dumm, dass seine Dummheit an sich schon von Krankheitswert wäre, oder aber er behandelt mit seinem Konsum an sich selbst Krankheitssymptome, mit denen er nicht leben kann oder nicht mehr zu leben wünscht. Folglich verwendet er Opiat als Medikament zur Selbstmedikation.
Solange dieser Gedanke der Selbstmedikation nicht Fuß fasst, nicht einsinkt in die Köpfe der Menschen, solange der Opiatkonsument nur als widerwärtiger "Süchtiger" empfunden wird, der sich Wohlbefinden und Lustgewinn unerlaubterweise mit verbotenen Opiaten beschafft, solange wird man mit einem allgemeinen Verständnis Opiatkonsumenten gegenüber nicht rechnen können… Aber auch nicht mit einem Rückgang der Anzahl Heroinabhängiger.-
Alle Rechte INTRACEREBRAL Die Morphinistenseite
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