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Buprenorphin / Subutex / Temgesic
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I N H A L T
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Erfahrung mit Buprenorphin
Buprenorphin und Schizophrenie
Buprenorphin gegen Depressionen
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E R F A H R U N G M I T B U P R E N O R P H I N
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***************************************************************************** Ich bin xx Jahre alt und leide schon nahezu mein ganzes Leben an dem Unvermögen, längere Gedankengänge zu denken. Denke ich über etwas nach, so denke ich immer nur in kurzen Stößen, wobei es mir Mühe bereitet, mich des zuvor Gedachten zu erinnern um den Gedankengang weiter zu spinnen. Mir wurde mitgeteilt, es könne sich dabei um eine Defizienz des Ultrakurzzeitgedächtnisses handeln. Wegen einer schmerzhaften Polyneuropathie wurde ich vor einigen Jahren mit Buprenorphin behandelt. Nach einiger Zeit der Behandlung fand ich mich plötzlich in der Lage, Gedankengänge von zuvor nie gekannter Länge zu denken. Bis dato hatte ich gar nicht gewusst, dass ungestörte Gedankengänge von solcher Länge möglich waren.
Dadurch wurde mir meine Defizienz überhaupt erst bewusst, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich meinen Mangel des Denkvermögens als "normal" angesehen. Ich war der Ansicht , allen Menschen ginge es so. Denke ich aber heute zurück, wird mir klar, dass diese Defizienz mich schon in der Schule und später im weiteren Leben, wie zum Beispiel während der Ausbildung, wie auch im Verkehr mit anderen Menschen, behindert hatte. So gelang es mir zum Beispiel nie, ein Buch von vorne bis hinten zu lesen. Las ich ein Buch, öffnete ich es stets in der Mitte, las ein wenig und machte es wieder zu. Das tat ich solange, bis ich das ganze Buch kannte. Auf diese Weise kompensierte ich beim Lesen meine Behinderung. Das es mir mit diesem handycap nur schwer möglich war, auf normale Weise eine Ausbildung zu absolvieren, versteht sich von selbst.
Hätte ich Buprenorphin schon in meiner Jugend oder Kindheit gekannt, mein Leben wäre völlig anders verlaufen. Es hätte in vielerlei Hinsicht weit positiver verlaufen können. Und all das mit nur 2 - 4mg Buprenorphin pro 24h. (Manche Substituierten, dazu gehöre ich nicht, erhalten ein Vielfaches dieser Dosis...)
Schon von klein auf gehörte ich zu den eher wasserscheuen Leuten. Wasser erzeugt auf meiner Haut ein unangenehmes Gefühl, das ich gerne zu meiden suche. Ich dusche mich, wenn überhaupt, nur ein Mal die Woche. Während meiner Zeit der Buprenorphineinnahme dagegen, veränderte sich mein gesamtes Körpergefühl hin zum Positiven. Ich bekam ein völlig neues und frisches Verhältnis zu meinem Körper. Noch nie zuvor hatte ich mich so sehr mich selbst gefühlt , wie während dieser Zeit. Wasser, fühlte sich plötzlich angenehm an. Ich duschte jeden Tag, morgens, gleich nach dem Aufstehen und manchmal auch noch am Nachmittag oder Abend. Ich kleidete mich makellos, hatte immer gut geschnittenes Haar. Ich war unter dem Einfluss von Buprenorphin eine völlig andere und weit gesündere Person geworden, als ich es je zuvor gewesen war.
Was mir unter dem Einfluss von Buprenorphin auch auffiel, war, dass mein Gehör sich verschärfte. Ich hörte plötzlich buchstäblich alles. Selbst Luftverwirbelungen in den oberen Ecken meines Wohnzimmers, erzeugt durch Wärmeunterschiede im Raum, konnte ich hören.
Inzwischen musste ich leider, der Dosierung halber und wegen des ceiling effectes von Buprenorphin, auf einen Morphin Vollagonisten umsteigen. (Auf Morphinhydrchlorid Tropfen.) Buprenorphin ist nur bis zu einer begrenzten Dosis schmerzbetäubend. Über diese Dosis hinaus ist keine höhere Schmerzbetäubung möglich. Dies nennt man den "ceiling effect" des Buprenorphins.
Jetzt, da ich wieder von Buprenorphin weg bin, höre ich ein wenig schlecht. Nicht besonders viel. Nur eben sehr hohe Töne, kann ich nicht wahrnehmen...- Auch die Defizienz in meinem Denkvermögen hat sich nach der Umstellung von Buprenorphin auf einen Vollagonisten wieder eingestellt. Sie hält bis zum heutigen Tage an und zeigt sich am einen Tage intensiver als anderen Tagen. Wie all dies zeigt, gibt es Leute, die mithilfe der Einnahme des richtigen Opioids, völlig neue und gesündere Menschen werden können...-
Viele substituierte Menschen, die von Methadon auf Buprenorphin umgestellt wurden, berichten nach einiger Zeit der Buprenorphin-Einnahme, sie hätten noch nie zuvor so klar denken können und hätten noch nie zuvor einen solch klaren Kopf gehabt, wie unter dem Einfluss des Buprenorphins. Kann es sein, dass diese Menschen ursprünglich an einem Phänomen litten, ähnlich dem meinen?
Buprenorphin, ja, die Opioide überhaupt, scheinen Geheimnisse zu bergen, deren Aufdeckung von großem Wert wäre.
Übrigens: Um zu zeigen, wie die Pharmaindustrie die Bevölkerung über den Tisch zieht und unsere Regierung sich impotent erweist, etwas dagegen zu tun (vermutlich verdienen sie alle daran...) Eine Packung 50 sublingual Tabletten mit je 0,2mg Buprenorphin (Temgesic) kostet den normalen Sterblichen in der Apotheke rund 50 Euro. Das ergibt einen Gramm Preis für Buprenorphin von ca. 5.000 Euro. Reines Buprenorphin HCL, bestellt beim asiatischen Hersteller und geliefert ab einem indischen Hafen, kostet samt Lieferung 50US$, also weniger als 50 Euro das KILOGRAMM!
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B U P R E N O R P H I N U N D S C H I Z O P H R E N I E
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Hier, eine Erfahrung, die ich mit einem paranoid schizohrenen Menschen gemacht hatte, der anfing, tägliche Dosen von 12mg Buprenorphin einzunehmen. Ich hatte Gelegenheit, ihn ein Jahr lang unter dem Einfluss von zuerst Heroin und danach von Buprenorphin zu beobachten:
Während der Zeit seiner Heroineinnahme, konnte ich keine schizophrenen Schübe an dem Mann wahrnehmen. Er schien gelassen, selbstbewusst, zuversichtlich und aufgeräumt. Dann ließ er sich von einem Arzt auf Buprenorphin umstellen. Dabei beobachtete ich Folgendes: Seine schizophrenen Schübe kehrten wieder, schienen aber in ihrer Anzahl und in ihrer Intensität geringer. Dabei war dieser Mensch aber plötzlich in der Lage zu erkennen, dass er sich unter dem Einfluss eines schizophrenen Schubs befand, was zuvor (vor der Zeit auch des Heroins) nicht der Fall gewesen ist. Des Weiteren beobachtete ich während der Zeit der Buprenorphineinnahme an diesem Menschen eine starke Zunahme der Freude und Lebenslust. In seinem Falle hatte das Buprenorphin das Auftreten schizophrener Schübe nicht verhindert.
Die Palette der Opioide ist reichhaltig. Es befinden sich darunter auch exotische Stoffe wie eben Buprenorphin oder auch Hydromorphon oder Oxycodon. Alle haben sie subtil unterschiedliche Wirkungen auf die Psyche. Und weil dem so ist, und weil eben auch die psychischen Phänomene beim Menschen so vielfältig sind, ist es vielleicht am Besten, man experimentiert solange, bis ein adäquater Stoff gefunden ist. Es ist dies eine traurige Aussage weil man meinen möchte, dafür seien eigentlich unsere Experten, Pharmakologen und Psychiater zuständig. Aber wie es stark den Anschein hat, haben diese Herren eine etwas andere Agenda...-
Zum Schluss möchte ich gerne noch einen redlich begründeten Verdacht äußern. Begründet ist dieser Verdacht durch Jahrzehnte lange Beobachtungen an mir und an vielen anderen: Es könnte gut möglich sein, dass unter all den Opioiden, gerade das so schrecklich verbotene und verpönte Heroin, das Opioid mit der stärksten antipsychotischen Wirkung ist.
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B U P R E N O R P H I N G E G E N D E P R E S S I O N E N
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Buprenorphin bei Depressionen ebenso wirksam wie trizyklische Antidepressiva!
Der Wirkstoff Buprenorphin (Handelsname Subutex®) wird aufgrund seines hohen Sicherheitsprofils als Alternative zu Methadon bei der Substitutionstherapie opioidabhängiger Patienten zunehmend angewandt. In Frankreich werden aktuell über 72 000 Patienten mit Subutex® behandelt, demgegenüber stehen ca. 6500 Patienten unter Methadonsubstitution. In Deutschland, wo die Zulassung im Januar 2000 erfolgte, profitierten bereits über 3000 Patienten von der Substitution mit Subutex®. Neben seinen Vorzügen in der Substitutionstherapie mit hohem Sicherheitsprofil, vergleichsweise niedrigem Abhängigkeits- und Nebenwirkungspotential, sowie variablen Vergabemöglichkeiten (1x täglich, 3 x wöchentlich, "Take-home"), wird der Wirkstoff Buprenorphin seit Jahren auch auf seine antidepressiven Eigenschaften hin untersucht. Bereits 1982 berichteten Emrich et al. von den potenten antidepressiven Effekten von Buprenorphin. Bodkin et al. (1995) bestätigten diese Ergebnisse durch ihre eigene Studie an Patienten mit therapierefraktären, schweren Depressionen. Auch Schmauss et al. (1987) beschrieben in ihrer klinischen Untersuchung potente antipsychotische Effekte von Buprenorphin. Zuletzt berichteten Paetzold et al. (2000), dass die Detoxifikation mit Buprenorphin und Carbamazepin gegenüber dem Behandlungsschema Oxazepam/Carbamazepin eine signifikant bessere Wirkung auf Angst, Depressivität und Entzugssymptomatik aufwies. Einer bis dato relativ unbeachteten Publikation von Kosten et al. (1990) zufolge war die Responsrate depressiver buprenorphinsubstituierter Patienten mit der depressiver Methadonsubstituierter, die zusätzlich trizyklische Antidepressiva verabreicht bekamen, vergleichbar: Kosten et al. untersuchten 40 opioidabhängige Patienten mit Hilfe der validierten Depressionsfragebögen BDI (Beck Depression Inventory) und SDS (Short Depression Scale). Die Erhebung wurde vor Einstellung und 7, 14, 21 und 25 Tage nach Einstellung auf Buprenorphin durchgeführt. 19 Patienten hatten einen BDIScore über 10 (Median: 17,1) und einen SDS-Score von 9,6, die restlichen 21 Patienten einen BDI-Score unter 10. Sowohl während der ersten Woche als auch im Verlauf der zweiten Woche konnte ein signifikanter Rückgang depressiver Symptome bei den buprenorphinsubstituierten Patienten beobachtet werden (p < 0,05 und p < 0,03). Der SDSScore reduzierte sich im Mittel um 3,5 Punkte. Die globale Responsrate von 63% bei alleiniger Gabe von Buprenorphin war mit der Responsrate von depressiven PaPatienten vergleichbar, die kombiniert Methadon und trizyklische Antidepressiva erhielten. Darüber hinaus entwickelte während der Untersuchung keiner der nichtdepressiven buprenorphinsubstituierten Patienten eine Depression. Bei methadonsubstituierten Patienten hingegen sind neu auftretende Depressionen bei mehr als 20% zu erwarten. Aufgrund dieser Ergebnisse können folgende Schlussfolgerungen gezogen werden: 1. Neben seiner Eigenschaft als wirksames Substitutionsmittel mit hohem Sicherheitsprofil scheint es sich bei Buprenorphin um ein effektives, schnellwirkendes Antidepressivum zu handeln. Daher kann es ebenfalls bei depressiven Opioidabhängigen als Alternative zu Methadon angesehen werden. 2. Es liegt nahe, dass die Verbesserung der depressiven Symptomatik bei der Hochrisikopopulation intravenöser Drogenmissbraucher einen direkten positiven Einfluss auf die psychosoziale Einstellung des Patienten, das Suizid- Risiko, den Kokain-Abusus, den Beigebrauch anxiolytischer Medikamente (z.B. Benzodiazepine) und die Verbreitung von AIDS hat, insbesondere da Depressionen den Kurz- als auch Langzeiterfolg einer Substitutionsbehandlung beeinträchtigen. Literatur Bodkin JA, Zornberg GL, Lukas SE, Cole JO (1994): Buprenorphine treatment of refractory depression. Journal of Clinical Psychopharmacology 15, 49-57 Emrich HM, Vogt P, Herz A (1992): Possible antidepressive effects of opioids: action of Buprenorphine. Annals New York Academy of Sciences 398, 108-112 Kosten TR, Morgan C, Kosten TA (1990): Depressive Symptoms During Buprenorphine Treatment of Opioid Abusers. Journal of Substance Abuse Treatment 7:51-54 Paetzold W, Eronat V, Seifert J, Emrich HM, Schneider U (2000): Detoxifikation polytoxikomaner Patienten mit Buprenorphin. Nervenarzt 71, 722-729 Schmauss C, Yassouridis A, Emrich HM (1987): Antipsychotic effect of buprenorphine in schizophrenia. American Journal of Psychiatry 144 (10), 1340-1342 Dr. med. Peter Förtig Medical Manager ESSEX Pharma GmbH _____________________________________________________________ Franklin
INTRACEREBRAL Die Morphinistenseite
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