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Heroin Bericht



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H E R O I N   B E R I C H T ) 

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Dies ist ein Erfahrungsbericht. Man erspare mir darauf einzugehen, wer Heroin als Erster in seiner Retorte geschaffen hatte und wo und wie das geschah. Es ist dies ein Bericht über einen Stoff, der mich Jahrezehnte meines Lebens begleitet hatte. Es ist ebenso wenig die Absicht dieses Textes, Heroin zu verharmlosen oder zu verherrlichen, wie es seine Absicht ist, Heroin zu verteufeln. Es ist ebenso wenig seine Absicht, Leute zum Gebrauch von Heroin zu animieren, noch ist es seine Absicht, Leuten davon abzuraten. Es ist weder meine Aufgabe, für ein irrationales und unmenschliches Regime den Büttel zu spielen, noch ist es meine Aufgabe, anderen Menschen Vorschriften zu machen oder Empfehlungen zu geben, wie sie ihr Leben zu leben, oder ihren Tod zu sterben haben. Absicht dieses Textes sei einzig und allein, einen Lichtstrahl auf die so sehr ideologisch vernebelte Materie Heroin zu werfen.

Heroin zeigt sich in vielen Fällen von Erkrankungen des Körpers und des Geistes als ausgezeichnetes und gut verträgliches Medikament. Daraus sollte man aber nicht schließen, Heroin sei ein Panazeum. Auch hier gibt es Menschen, die auf den Einfluss dieses Stoffes ungewöhnlich reagieren. Mir sind außergewöhnlich viele Fälle bekannt, bei denen Heroin als wahrer Segen wirkte. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen beispielsweise unmittelbar nach der Injektion von Heroin deutliche psychotische Symptome paranoider Schizophrenie auftraten. Es ist hier, wie bei allen Stoffen. Den einen sind sie Segen, den anderen, der Untergang.


Wir waren Morphinisten. Wir zogen durch die Arztpraxen auf der Jagd nach Rezepten und naschten, so wir konnten, von allen Opioiden, die Apotheken zu bieten hatten. Neben her, gab es noch Schwarzmarkt – Opioide, hauptsächlich Morphinbase oder Morphintinktur, sog. „Tinke“, eine dunkle, säuerlich riechende Flüssigkeit, die wie die Hölle brannte, liefen beim Vewrsuch einer intravenösen Injektion versehentlich einige Tropfen davon unter die Haut. Je dunkler diese Tinktur von Farbe, desto stärker war sie in aller Regel. Im günstigsten Falle hatte sie die Farbe von Coca Cola.

Von Heroin, hatten zu dieser Zeit noch die Wenigsten von uns gehört. Es war an einem Herbsttag, als Robert auf der Strasse auf mich zu kam und folgende Geschichte erzählte: Tags zuvor, war er in der Disco PN von einem Fremden angesprochen worden. Ein Mann mittleren Alters, gekleidet in einem durchschnittlichen Anzug, weißes Hemd und Krawatte. Der Fremde bot Robert Heroin an, wenn er mit in sein Hotel käme. Dort warf der Fremde, wie Robert erzählte, einen Koffer auf das Hotelbett, öffnete ihn, und Robert blickte auf Plastiksäcke, prall gefüllt mit weißem Pulver. Auf den Säcken war ein Bild zu sehen. Zwei Weltkugeln, über die ein Tiger sprang. Darunter stand: „Double Globe Tiger Brand. Heroin No. 4“. Um die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte zu unterstreichen, holte Robert einen Briefumschlag aus seiner Tasche und zeigte mir den Inhalt Der Umschlag war mit schneeweißem, säuerlich riechendem, puderfeinem Pulver gefüllt. Wir gingen zusammen auf die Toilette der Universität und injizierten uns von dem Zeug. Das weiße Pulver löste sich in kaltem Wasser wie Schnee. Und es war gut. Verteufelt gut sogar. Gleich nach dem Abdrücken hatte ich das Gefühl, jemand schlüge mit einem gewaltigen Paukenschlegel aus weicher Watte auf meinen Bauch. Danach fühlte es sich an, als schwebte ich während des Gehens so etwa zwanzig Zentimeter über dem Boden.

Auf solche Weise, war weißes Heroinhydrochlorid unter unsere Reihen gesickert und hatte den Platz aller anderen Opioide eingenommen. (Wie ich heute weiß, hatte es sich bei Roberts Stoff sehr wahrscheinlich um Heroin des C.I.A. gehandelt, mit dessen Erlös illegale militärische Operationen in aller Welt finanziert wurden...)

Nicht lange danach, war dieses weiße Heroinhydrochlorid kaum mehr zu bekommen. (Inzwischen war der Vietnamkrieg zuende gegangen und damit auch die amerikanischen Interventionen in Laos, Burma, Thailand, im "Goldenen Dreieck" eben.... Inzwischen bezieht der amerikanische Geheimdienst Heroin aus Afghanistan, weswegen man dort niemals den Opiumanbau lahm legen wird...)

Von da an, sah man Heroin vielfach in der Form hellbrauner bis dunkelbrauner, oder auch beige farbener kleiner, oder auch größerer, mehrkantiger oder auch kugelrunder Steinchen. Man nannte diese Steinchen: Honkong Rocks. Diamit waren die Chinesen in den Heroinhandel getreten. Nach dem Ende der amerikanischen militärischen Aktion in Südost Asien, war der Markt offensichtlich von Chinesen übernommen worden. In Amsterdam, wurde das örtliche Chinesenviertel vorübergehend Umschlagplatz von Hongkong Rocks für ganz Europa.

Die meisten dieser Hongkong Rocks sahen so ähnlich aus wie Katzenstreu, weswegen Unaufgeklärten oft auch Katzenstreu als Hongkong Rocks angedreht wurde. Doch was die echten Hong Kong Rocks betraf, so erinnere ich mich gut, wie diese Steinchen, oder Stücke von Steinchen, im Löffel umhersprangen, erhitzte man sie darin in Wasser. Sie sprangen umher und wurden dabei immer kleiner und kleiner und das Wasser im Löffel immer brauner und brauner, bis die Steinchen gelöst waren. Eine merkwürdige Eigenschaft hatten diese HongKong Rocks. Sie gingen dem Konsumenten irgendwie auf den Magen. War man an diese Rocks gewöhnt und ging einem das Heroin aus, wurde einem schon ganz zu Beginn der ersten Entzugserscheinungen ganz schrecklich übel. Man kotzte glasklaren bis hellgrünen, glasigen Schleim. Bekam man wieder ein Päckchen voll Rocks in die Hände, eilte man damit nachhause und bemühte sich dabei, nicht an die Steinchen zu denken, die man bei sich hatte. Dachte man daran, wurde einem sofort und auf offener Straße speiübel. Beim Aufkochen der Steinchen, beim Aufziehen der fertigen Lösung in die Spritze und beim Suchen nach einer geeigneten Vene, versuchte man seine Gedanken abzulenken, um ja nicht an das Zeug zu denken, mit dem man gerade hantierte. Dachte man daran, kam einem sofort krampfartiges Kotzen. Kaum aber hatte man die Nadel im Arm und den Kolben abgedrückt, gab es noch eine kurze und heftig rebellierende Bewegung des Magens. Danach, kehrte Stille ein und alles war wieder in Ordnung. Diese Art des übel Werdens, ist mir nur von Hongkong Rocks bekannt geworden. Es gab Leute, die das auf eine Strychninbeimengung im Heroin zurückführten. Leider hatte ich nie gelegenheit, diese Steinchen zu analysieren. Beimengungen in Heroin, sind jedenfalls eine Sache für sich: Heroin Streckstoffe

Es kam die Zeit, in der auch Hongkong Rocks immer seltener wurden. Heute, sieht man sie kaum mehr. Von da an gab es überwiegend Heroinbase. Dubioses Pulver in allen erdenklichen Brauntönen, dass sich nur in Wasser lösen lässt, gibt man, meist in der Form von Ascorbinsäure, Weinsäure oder einfach Zitronensaft, Säure hinzu.

Der Vertrieb dieser Base unterliegt auch heute noch zum Teil den Geheimdiensten. Das wird deutlich wenn es einem gelingt, einen Überblick über die Drogenszene einer Großstadt zu gewinnen. Dort gibt es immer irgendwelche Händler, die nie von der Polizei belästigt werden, selbst zeigt man sie an. Solche Leute verkaufen entweder für Geheimdienste, oder für die örtliche Polizei. Intermezzo IV

Von der Heroinproduktion, haben Geheimdienste sich möglicherweise zurückgezogen. Ich kann mich irren. Ich schließe das aus der Tatsache, dass kaum noch weißes, pharmazeutisch reines Heroinhydrochlorid auf dem Markt zu finden ist. Ich kann mir eben nur schwer vorstellen, dass diese Herren sich mit der Herstellung minderwertiger Base zufrieden gäben. Aber, ich kann mich irren...-

Heroinbase wird, wie ich meine, mehr von freien Abenteurern hergestellt und wohl auch vertrieben. Freibeuter, die sich in der Welt umsehen und Gelegenheiten ergreifen. Aber auch von organisierten Gruppen, wie zum Beispiel Gruppen aus dem Afghanisch - Pakistanischen Grenzgebiet. Inwieweit dabei freilich der amerikanische CIA auch hier wieder seine Finger mit im Topf hat, lässt sich nur vermuten. Als Faustregel gilt jedenfalls: Überall dort, wo auf illegale Weise viel Geld zu verdienen ist, bedient sich der Geheimdienst dieser Gelegenheit.

Seit dem Überfall der Amerikaner auf Afghanistan, ist die afghanische Opiumproduktion in selten gekannte Höhen gestiegen. Das hat natürlich seinen Grund. Ich schätze, die Amis produzieren wieder Heroin. Nur wundert mich, dass davon so wenig weißes Heroinhydrochlorid auf dem Markt erscheint. Sollten die Amis so weit gesunken sein, Heroinbase herzustellen?

Ansonsten findet man Heroinbase aus vielen Teilen der Welt. Sie kommt aus Persien, der Türkei, und auch aus Mexiko oder Süd- und Mittelamerika. Durch die Einführung der Base jedenfalls, scheint Heroin mehr zur Handelsware freier Abenteurer, von Freibeutern, geworden zu sein.

Der Heroinbase, sieht man ihre Qualität nicht an. Ich hatte schon Base, wovon ich eine halbe Soßenschöpfkelle voll brauchte, um nur meine Entzugserscheinungen ein wenig zu lindern. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch schon Base, nach deren Konsum von einer Menge der Größe eines Streichholzkopfes, ich auf allen Vieren zur Stereoanlage krabbeln musste, um neue Musik aufzulegen...-

Um das Volumen aufzublasen und mehr Geld zu kassieren,
wird Heroinbase (...aber auch Heroinsalze), gerne mit anderen Stoffen, sogenannten Streckstoffen, vermengt. Wer sich hierfür interessiert, dem sei dies anempfohlen:
Heroin Streckstoffe
und
Die Streckmittelindustrie

Was mich die Jahre hindurch verwundert hatte, ist die Vehemenz, mit der Heroin nahezu von allen Seiten der Gesellschaft verteufelt wurde und noch verteufelt wird. Heroin ist ein stark wirkendes Opioid und gehört als solches nicht in die Hände von Kindern und Narren, soviel ist wahr. Es deshalb aber gleich nahezu der ganzen Weltbevölkerung vorzuenthalten, finde ich, gelinde gesagt, etwas übertrieben.

Das Maß an Propaganda, wie es betrieben wurde und betrieben wird, Heroin zu verteufeln, ist außer aller vernünftiger Proportion. Stellte man sich heutzutage auf die Strasse und erklärte lauthals: „Es ist alles nicht wahr Leute! Es ist alles nur gelogen! Heroin ist tatsächlich nur ein relativ harmloses, jedoch hochpotentes Opioid!“, man liefe Gefahr, auf der Stelle und auf offener Straße erschlagen zu werden.

Was läuft hier ab? Woher, die Hetzkampagne? Wer betreibt sie und weshalb? Nun schön. Meiner Meinung nach wird sie betrieben, um Heroin weiterhin tief in der Illegalität zu belassen. Dadurch steigt der Preis und somit die Einnahmen. Wir können getrost davon ausgehen, dass diejenigen, von denen diese Hetzkampagne gegen den Stoff ursprünglich ausgeht, auch diejenigen sind, die am illegalen Handel mit dem Stoff am Meisten verdienen.

Aber es ist wahr. Heroin, ist tatsächlich nur ein relativ harmloses Opiat. Heroin in seiner Reinform, ist ausgezeichnet verträglich. Mir ist kein weiterer Stoff bekannt, sei es ein Illegaler oder ein Legaler, Medikamente zum Beispiel, der von so vielen Menschen so gut vertragen wird, wie Heroin. Die Nebenwirkungen sauberen Heroins beschränken sich eigentlich auf leichte Übelkeit bei Anfängern, und allgemein auf verengte Pupillen (Miosis) und Verstopfung. Das ist alles. Was diesen Stoff gefährlich macht, ist der Umstand seines Verbotes. Erklärte man heute Wasser zur illegalen Substanz und triebe es dadurch in die Illegalität und somit in die Hände Krimineller, erwiese sich bald auch einfaches Wasser als gefährlicher Stoff.

Das Heroin heftige Entzugserscheinungen hervorzurufen vermag, ist wahr. Nicht wahr ist, dass die Entzugsschmerzen von Heroin unter den Entzugsschmerzen, hervorgerufen durch andere Opioide, unbedingt die Heftigsten seien. Methadon zB, ergibt einen Entzug von mindestens ebensolcher Schmerzhaftigkeit, aber von wesentlich längerer Dauer, als Heroin. Die Entzugsschmerzen bloßer Morphiumsalze, Morphinsulfat etc., wie sie häufig in der Schmerztherapie Verwendung finden, stehen denen des Heroins in nichts nach. Die Entzugsschmerzen, hervorgerufen durch Oxycodon, erscheinen mir persönlich noch schmerzhafter zu sein, als die des Heroins. Das sogenannte "niederpotente" opioide Schmerzmittel Tilidin, häufig erhältlich unter der Markenbezeichnung "Valoron", erzeugt Entzugserscheinungen von mindestens gleicher Schmerzintensität und
Heftigkeit wie Heroin. Allerdings ist inzwischen der Gebrauch von Tilidin durch eine Beimengung des Morphinantagonisten Naloxon, nachhaltig vergällt worden.

All diese Stoffe lassen sich relativ schmerzlos wieder entziehen. Man verringert über einen längeren Zeitraum hinweg die Dosis, bis man damit bei Null angelangt ist. Äußerst wichtig ist dabei, dass man die Geschwindigkeit der Dosisreduzierung selbst bestimmt und sie sich nicht von Ärzten oder Sozialpädagogen aus den Händen nehmen lässt. Es hat sich bei solcherlei Reduktionsentzügen bewährt, ein oral anwendbares Opiat/Opioid mit möglichst langer Wirkungsdauer zu verwenden. Das vereinfacht das Regulieren der Dosierung und der Dosisreduzierung.

Heroin ist,, als halb synthetischer Stoff, leicht herzustellen. Heroin wirkt auf vielen Ebenen. Es ist ein Breitbandmedikament. Als solches wäre es gut geeignet, viele Produkte der pharmazeutischen Industrie vom Markt zu verdrängen. Sollte auch dies ein Grund sein, weshalb die Verteufelung des Heroins, auch seitens der Pharmakologen so eifrig betrieben wird?

Heroin wirkt, als hochpotentes Opiat, antipsychotisch und antidepressiv. Dies scheint der Psychiatrie ein Dorn im Auge, und vor allem den Verfechtern der "Geistigen Hygiene", den Eugenikern.

Sollte es so sein, dass Heroin von diesen Kreisen verteufelt wird, weil damit genetisch belastete Menschen mit psychiatrischen Störungen sich leicht effektiv und ohne nennenswerte Nebenwirkungen selbst behandeln können? Sollte es sein, dass gewissen mächtigen Leuten das fröhliche Fortleben genetisch belasteter Menschen mit psychiatrischen Störungen ein Dorn im Auge ist? Und sollte es schließlich sein, dass sich hier die Interessen von Politik, Psychiatrie und Pharmaindustrie verbinden? Doch lassen wir derlei Gedankengänge. Sie sprengen den Rahmen dieses Berichtes. Der interessierte Leser kann sich über diese Aspekte der Suchtpolitik in anderen Artikeln der Morphinistenseite informieren.
Eugenik als Hintergrund unserer Drogenpolitik?
Böse Folgen eines BGH Fehlurteils?

Ich hatte in meinem Leben verschiedene Male Gelegenheit, über Mengen von Heroin zu verfügen, die groß genug waren, um hinsichtlich der nächsten Dosiierung einige Zeit lang unbesortgt zu sein. In solchen Zeiten, injizierte ich Heroin mehrmals täglich, ungestört über Monate hinweg. Und noch jedes Mal stellte ich dabei fest, dass Heroin appetitanregend wirkt. Drei Wochen ungestörten Heroingebrauchs und ich benötigte neue Kleidung, weil die alte mir zu eng geworden war. Meiner Frau, ging es ebenso. Methadon dagegen, wirkt deutlich appetithemmend. Während der Zeiten regelmäßigen Methadongebrauchs kam es häufig vor, dass ich morgens mit mächtigem Appetit wach wurde. Nachdem ich aber meine tägliche Dosis Methadon eingenommen hatte, war jeder Appetit verschwunden.

In Zeiten regelmäßigen Heroinkonsums war ich noch nie erkältet, hatte noch nie Schnupfen oder Husten. Tatsächlich wissen auch viele andere Menschen davon zu erzähllen, (..so sie sich das öffentlich getrauten...) dass sie während Zeiten regelmäßigen Heroinkonsums noch nie erkältet waren. Man könnte natürlich einwenden, dass Heroin lediglich die Symptome einer Erkältung wirksam unterdrückt. Aber dabei müsste man doch wenigstens Temperatur haben, sich geschwächt fühlen oder eine laufende Nase haben. Aber nichts davon ist der Fall. Stärkt Heroin vielleicht das Immunsystem? Die Idee ist nicht so abwegig wenn man bedenkt, dass das Immunsystem durch ein Leben von Freude gestärkt wird. Heroin, verleiht Menschen, die zum Leben des Opiates bedürfen, eindeutig Lebensfreude.

Eine spaßige Anektode sei erwähnt: Ich hatte mir Filzläuse geholt. (Sie hieß Angelika...:) Als ich es bemerkte, rannte ich sofort zu meinem Arzt (Der gute alte Dr. Scheibeck aus München Schwabing...) um mir von ihm ein pulverförmiges Insektizid verordnen zu lassen. Zuhause angekommen, wollte ich dieses Pulver auftragen. Dabei stellte ich fest, dass die Filzläuse sich nicht mehr bewegten. Sie waren leicht mit dem Rücken einer Hand von meinem Körper abzufegen. Sie schienen alle tot zu sein. Sollten sie, als Blut trinkende Parasiten, mein Heroin gesättigtes Blut getrunken haben und dabei an einer Überdosis Heroin zugrunde gegangen sein?

Eine besondere Wirkung des Heroins findet allerdings selten Beachtung: Bei chronischem Gebrauch, stoppt es die Monatsblutung. Steigt die Frau dann z.B. auf Methadon um, setzt sie, oft unter starken Schmerzen, wieder ein.

Warum sehen die Heroinsüchtigen auf der Straße so schrecklich mager, krank, erbärmlich und unterernährt aus? – höre ich fragen. Sie sehen so schrecklich verkümmert aus, weil sie kaum mehr Geld übrig haben, sich zu ernähren. Alles Geld geht für Heroin drauf, für ihre Medizin, die sie nun mal zum Leben brauchen und zum Erlangen ihres Wohlbefindens. Aufgrund der Prohibition ist Heroin viel zu überteuert. Und deshalb wird es auch noch verdünnt obendrein. Diese erbarmungswürdigen Kreaturen sehen so heruntergekommen aus, weil sie nur selten über genügend Heroin, und dann auch noch qualitativ hochwertiges Heroin, verfügen und stets von zehrenden Entzugserscheinungen geplagt werden. Sie sehen so schrecklich aus, weil sie dieser Entzugserscheinungen wegen zu allerlei anderen Mitteln greifen müssen die ihnen nicht gut tun. Sie sehen so aus, weil sie keine Zeit mehr finden zur Besinnung zu kommen, da all ihre Zeit in der Beschaffung ihrer Medizin vergeht, oder in der Beschaffung von Geld um ihre Medizin zu bezahlen. Sie sind Gejagte, Geplagte und Gehetzte. Es sind die Lebensbedingungen, diktiert durch das BtmG, die diese Morphinisten so heruntergekommen und vernachlässigt aussehen lassen. Schlecht mit Opiaten versorgte Morphinisten neigen zur Polytoxikomanie. Polytoxikomanie ist lebensgefährlich. Ich jedenfalls, als wohlgenährter Morphinist mit Lust am Leben, sehe keinen Grund, weshalb man vom bloßen Heroingebrauch so kaputt und heruntergekommen aussehen müsse …-

Es gibt heutzutage in unseren Landen hundertlausende chronisch schmerzkranker Menschen, die alle mit stark wirkenden Opioiden behandelt werden. Diese Leute stehen 24 Stunden des Tages, jahrein jahraus, unter dem Einfluss zum Teil hoher Dosen stärkster Opioide. Diese Leute sehen aber gesund aus, sofern freilich ihre Schmerzmittel stark genug sind und ihre Dosierung hoch genug um ihre Schmerzen zu betäuben. Ach? Von allen stark wirkenden Opioiden, sei gerade das Diacethylmorphin es, das Heroin, was Menschen so kaputt machte und zugrunde richtete? In England aber, findet Diacethylmorphin unter der Bezeichnung Diamorphin nicht nur medizinische Anwendung als Schmerzmittel. Es ist dort auch für Heroinabhängige erhältlich, sofern sie die horrenden Honorare der Ärzte in Harley street bezahlen können und die Kosten für die Diamorphinampullen in der Chelsey drugstore...-

Wir sollten aufhören, uns dumm zu stellen. Lasst uns die Folgen der Alkoholprohibition in den USA vor Augen führen. Diese Folgen waren, ein rasanter und massiver Anstieg der Kriminalität, des Gangstertums. Die Prohibition war der Auftackt zu einer tiefgreifenden Korruption des gesamten Polizeiwesens und der Politik. Sie führte dazu, dass auf den Straßen verpantschter, giftiger Alkohol angeboten wurde. (Methanol und Schlimmeres...)

Richten wir nun unseren Blick auf die Heroinprohibition. Ja, zum Teufel! Sticht die Ähnlichkeit zur US Alkoholprohibition noch nicht ins Auge?? Ja? Doch? Dann sollten wir aber auch kapieren, dass wir dabei sind, für diese blöde Heroinprohibition alle negativen Folgen zu akzeptieren, die Alkoholprohobition in den USA schuf.

In der Schweiz, wird Heroin an Heroinabhängige gereicht. Aber freilich auch erst dann, wenn sie durch jahrelange Quälerei unter den unmenschlichen Schikanen des BtmG bereits auf dem Zahnfleisch daher kriechen. In Amsterdam, gibt es ebenfalls Heroin für Heroinabhängige, aber leider auch nur für solche, die schon weitgehend zerstört sind. Wie es den Anschein hat, gönnt man Morphinisten wohl, dass ihr Tod ein wenig hinausgeschoben wird. Ein vernünftiges und qualitativ akzeptables Leben dagegen, scheint man ihnen nicht zu gönnen.

Darüber hinaus, müssen diese Leute drei Mal am Tag beim Gesundheitsamt oder einer seiner Außenstellen einlaufen, um ihre Dosis Heroin zu erhalten. Dass dies ein soziales Leben und auch ein Arbeitsleben unmöglich macht, scheint niemand zu bekümmern. Es ist eine der Schikanen, mit denen man Morphinisten das Leben unmöglich zu machen versucht: "Gut. Ihr bekommt von uns pharmazeutisches Heroin. Aber dafür müsst ihr euch von uns derart an die Kandare legen lassen, dass der ganze Rest eures Lebens dadurch zum Teufel geht". So, und nicht anders, lautet die wahre Rede der Heroinausgaben.

In Amsterdam gibt es jetzt Altersheime für Junkies. Jawohl! Altersheime für Heroinabhängige! "Wieso"? – höre ich fragen. "Wir dachten, die würden gar nicht so alt"? Wo man Recht hat, hat man Recht. In Deutschland ist es bisher tatsächlich so, dass man mit viel Erfolg daran arbeitet, dass man so einiges unternimmt und vieles andere unterlässt, um dafür zu sorgen, dass Morphinisten nicht so alt werden, dass sie Altersheime bräuchten...-

Es geht das Ammenmärchen, dass die Dosis von Heroin gesteigert und gesteigert werden muss, bis man am Ende daran zugrunde geht. Es ist nicht wahr. Es ist ein Ammenmärchen mit dem man Leute erschrickt und in Zaum hält, auf das sie sich eher bereit erklären, Gummiknüppel über ihren Köpfen zu dulden.

Die Wahrheit ist, man gewöhnt und gewöhnt und gewöhnt sich an Heroin, bis man eines Tages eine Dosis erreicht hat, über die hinaus eine weitere Dosiserhöhung sinnlos wäre. Von da an lässt die Wirkung sich einfach nicht mehr steigern. Gibt man sich nun diese Dosis oder einiges mehr, macht sich nur noch im Geldbeutel bemerkbar. Nimmt man mehr zu sich als diese individuelle Höchstdosis, denn sie ist von Individuum zu Individuum verschieden, scheidet man den Überschuss womöglich einfach über den Urin aus. Die näheren pharmakinetischen Zusammenhänge sind mir nicht bekannt. Ich kann aber aus eigener Erfahrung bezeugen, dass ich schon Tagesdosen zwischen 6-8 Gramm 86%tiger Heroinbase zu mir genommen habe. Dabei hatte ich festgestellt, dass meine Höchstdosis bei ca. 3-4 Gramm pro Tag lag. Dabei bin ich bei weitem nicht der einzige, der Erfahrungen mit solchen Dosen hat. Es gibt da draußen noch eine Menge Leute, die Ähnliches berichten könnten, so sie es wagten und die Möglichkeit dazu hätten.
Bei einer Gewöhnung an solche Dosen wird es sehr schwierig, an einer Überdosis zu sterben. Meiner Erfahrung nach weicht mit zunehmender Gewöhnung die Gefahr einer tödlichen Atemlähmung. Hier darf man nur nicht mehr die Dummheit begehen, das Heroin sich ausgehen zu lassen…- Der "goldene" Schuss

Neuerdings haben Ergebnisse aus den verschiedenen legalen Heroinabgabeprojekten gezeigt, dass die meisten Teilnehmer sich bei einer Tagesdosis um die 600mg 96%igem Heroinhydrochlorid intravenös einstellen.

Was übrigens auch gerne gelogen, verfälscht und übertrieben wird, ist das grandiose "Suchtpotential" des Heroins. Man behauptet, dieser Stoff sei so dämonisch, dass jeder Mensch Gefahr liefe, in seine Krallen zu geraten. Schon deshalb müsse man das Zeug vom Erdball verbannen.

Verschwiegen wird dabei tunlichst, dass gesunde Menschen gar nicht so positiv auf Heroin ansprechen. Sie empfinden die Wirkung davon eher als "ekelhaft lähmend". Diese Art von Wirkung behindert sie im Ausleben ihres Lebens. Solche Leute würden nie von Heroin abhängig werden. Es fehlt ihnen der Grund, das Zeug über längeren Zeitraum hinweg so oft zu sich zu nehmen, bis eine körperliche Abhängigkeit sich einstellen kann. Diese Menschen sind GESUND. Deshalb sind sie der Wirkung des Heroins ABGENEIGT. Heroin erzeugt seine dramatische Wirkung nur bei Menschen, die den Stoff aufgrund eines Leidens als linderndes Medikament empfinden.

Lange Zeit wurde verbreitet, Heroin sei nicht oral zu konsumieren, weil das Molekül in den Verdauungssäften zerfiele. Alte Berichte über wissenschaftliche Heroinversuche erzählen allerdings von oralem Konsum. Man siehe dazu: Die Athmungswirkung des Heroins (1899) oder auch Über die Giftigkeit des Heroins (1899) oder generell die Rubrik der Morphinistenseite ANTIQUARIAT

Auch wird erzählt, das Heroinmolekül zerfiele nach seiner Passage durch die Blutschranke des Gehirns in Essigsäure und Morphium und nur letzteres würde an den entsprechenden Rezeptoren wirksam. Wir bezweifeln das. Wir behaupten, Diacethylmorphin wird als eigenständiger Stoff an den Opioidrezeptoren wirksam.

Ich kann verzweifeln, wenn ich Heroinkonsumenten begegne, die mir erzählen, sie wollten jetzt "Hilfe suchen", denn sie wollten jetzt "weg von der schrecklichen Droge". Die meisten von ihnen verwechseln die Zustände, hervorgerufen durch ein Leben unter den Schikanen des BtmG mit den Zuständen, die tatsächlich auf den Konsum von Heroin zurück zu führen sind. Aufgrund des Druckes des BtmG mit Heroin aufhören zu wollen, ist die allerschlechteste Voraussetzung für einen erfolgreichen Entzug und danach ein von Heroin freies Leben.

Die überwiegende Zahl solcher Morphinisten, würde allen Hilfsangeboten locker abwincken, gäbe man ihnen nur unter unbeschwerten Bedingungen genügend Heroin. Der opioidbedürftige Mensch, lebt weit gesünder und länger, verfügt er über genügend Heroin und Ruhe, um sein Leben selbst zu gestalten. Ständige (erzwungene) Entzüge mit nachfolgender Neugewöhnung, (wie bei über 90% der Morphinisten der Fall...) ruinieren die Gesundheit!

Dieses ständige Schwanken zwischen Entzügen und neuerlicher Gewöhnung, schadet dem Körper weit mehr, als ein kontinuierlicher Konsum sauberen Heroins. Morphinisten wollen ihr Opioid und die Ruhe, ihr Leben selbst zu gestalten. Brauchen sie irgendwobei Hilfe, melden sie sich gewiss, so, wie andere Leute das auch tun. Man muss sie nicht unter dem Druck des BtmG und mit aller Gewalt, an ihren Haaren in ander Leute "Glück" zerren.

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