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KARLOS & Co. ERFAHRUNGEN:
Blüten, getrieben zwischen einer feindseligen Gesellschaft einerseits, und dem BtmG und dessen schafrzahnigen Hunden andererseits....


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KARLOS & Co. ERFAHRUNGEN

Merkwürdig, wie wenig es einem anzusehen ist, wie viel man schon gesehen hat...-



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INHALTSVERZEICHNIS

Seit über einem halben Jahrhundert, quälen wir nun schon Morphinisten mit unseren eigenen Wertvorstellungen zu Elend und Tode. Die Wertvorstellung von Morphinisten, lassen wir dabei völlig unbeachtet. Dazu bedienen wir uns eines faschistoiden Kunstgriffes. Wir behaupten kühn, diese Menscen seien durch die Anwendung von Morphin erkrankt, wodurch ihre Werte an Wert verlören. Das dieser Kunstgriff eine schäbige Vergewaltigung elementarster Menschenrechte beinhaltet, ficht uns nicht an. Dagegen erkrankt kein chronischer Schmerzpatient an der Anwendung seines Morphins. Seine Werte, Meinungen und Anschauungen bleiben durch dessen Anwendung unberührt. Der chronische Schmerzpatient erkrankt nicht durch die Anwendung von Morphin. Er verwendet Morphin, um Krankheiten zu behandeln...-

Die Verwendung von Morphin bringt an sich keine Krankheit mit sich und stellt an sich keine Krankheit dar. Wohl gehört es zur Wirkung des Stoffes, dass er sich in den menschlichen Stoffwechsel einschaltet und die Funktionstüchtigkeit des Menschen von seiner Anwesenheit abhängig macht. Dies bedeutet vorerst nichts weiter, als dass man Morphin nie abrupt absetzen sollte.

Durch seine Intervention innerhalb des Stoffwechselprozesses, erzwingt extern zugeführtes Morphin ein Gleichgewicht im Dopamin - Endorphin Haushalt, indem es die Bestandteile dieses Systems dazu bringt, sich seiner Anwesenheit anzugleichen. Egal, welcher Art das Ungleichgewicht in diesem System gewesen sein mochte, die Anwesenheit externen Morphins erzwingt darin ein Gleichgewicht. Daher die vielfältig heilsame Wirkung von Morphin bei einer Vielzahl endogener Leiden, vorrausgesetzt freilich, man verfügt über die Möglichkeit, das geeignete Morphin zu wählen...-.

Das unbändige Verlangen des Morphinisten nach Morphin, entspringt keiner "Sucht", - das lügt man gerne, um diese Menschen zu dislriminieren, außergerichtlich-unrechtmäßig zu entmündigen, um nicht wahr nehmen zu müssen, was sie zu sagen hätten. Dies unbändige Verlangen ist nichts weiter, als das starke Sehnen eines krankheitsbedingt funktionsuntüchtigen Körpers nach dem Stoff, von dem er bereits lernen durfte, er bringt ihm Gesundheit und damit die ersehnte Funktionstüchtigkeit. Unsere Körper sind weitaus vernünftiger, als all unsere Vernunft...- Die körperliche Abhängigkeit, die sogenannte "Sucht", das Schreckgespenst unserer Zeit, wäre demnach nichts weiter, als die Nebenwirkung eines Medikaments.


Wir schließen die Augen vor Tatsachen, wie etwa, dass selbst die langjährige, chronische Anwendung von Opiaten keine körperliche Schäden mit sich bringt und auch davor, dass Schmerzpatienten, die zum Teil ungeheuere Mengen an Morphin zu sich nehmen, durchaus arbeitsfähig, intelligent und fähig des gesellschaftlichen Umganges sein können.

Im Fall des Morphinisten sehen wir Morphin als Verursacher einer Krankheit, während wir es im Falle des chronischen Schmerzpatienten als Arznei gegen eine Krankheit betrachten. Wieso sehen wir Morphin, eingenommen durch die eine Gruppe, als Segenbringer, während wir es, eingenommen durch die andere Gruppe, als Teufelszeug betrachten? Der Stoff, ist in beiden Fällen derselbe. Unterscheiden sich etwa die Menschen dieser beiden Gruppen? Organisch jedenfalls, gleichen sie sich wie ein Haar dem anderen. Der Grund für die unterschiedliche Auffassung der Wirkung ein und desselben Stoffes auf zwei verschiedene Gruppen von Menschen, liegt in dem negativen ideologischen Stigma, mit dem wir eine dieser Gruppen behaften. Die angenommene unterschiedliche Wirkung ein und desselben Stoffes auf zwei verschiedene Gruppen von Menschen, hat somit keine pharmakologische oder medizinische Ursache. Der Unterschied ist ideologisch/politisch begründet.

Die eine Gruppe betäubt mit Morphin ihre Schmerzen und bleibt dadurch funktionsfähig. Das scheint statthaft zu sein. Es wird allgemein akzeptiert. Die andere Gruppe verwendet Morphin hingegen, um bei geistiger Gesundheit zu bleiben und dadurch funktionsfähig zu sein. Dies, scheint nicht statthaft. Warum nicht? Wieso wird dem körperlich schmerzenden Menscen mehr Recht auf Leben und Gesundeit zugestanden, als dem Menschen mit schmerzhaft insuffizienter Neurologie? Dahinter stecken keine medizinisch therapeutischen Grundsätze. Dahinter steckt einzig und alleine der politische Auftrag der Hochfinanz an die Psychiatrie, zu bestimmen, wer aufgrund seiner Eigenschaften am Spiel des gesellschaftlichen Lebens Teil nehmen darf, und wer aus denselben Gründen davon ausgeschlossen werden soll. Unter dem Strich gesehen ist es nicht mehr, als ein höchst faschistoider Selektionsprozess.

Wir treiben eine verdeckte Vernichtungskampagne gegen die Menschen, die ihr Morphin ohne ärztliche Verordnung und auf eigene Faust beschaffen und aus durchaus vernünftigen Gründen, zum Erhalt ihrer geistigen Gesundheit anwenden, und zum Aurechterhalten ihrer Funktionstüchtigkeit. Warum lassen sie sich ihre Medizin nicht vom Arzt verordnen, wie andere Leute auch? Weil in unserem Lande Ärzten Gefängnis droht, verschreiben sie Morphin zu diesen Zwecken. Das diese Menschen deshalb folgerichtig gegen ein Betäubungsmittelgesetz verstoßen, ist bewußt so gewollt. Durch Gesetzesbrüche erst, wird man ihrer habhaft. Erst durch Gesetzesbrüche gelingt es, Maßregeln gegen sie zu ergreifen.

Ist dies erst ermöglicht, ist man so schamlos und brutal zu behaupten, Elend sei für diese Menschen von therapeutischem Wert. Je mehr sie litten, desto besser sei es für sie. Lange Gefängnisstrafen und alberne soziale und psychologische Experimente in sogenannten Drogentherapien, oder, moderne Zeiten, unzählige Arbeitsstunden und/oder unbezahlbare Geldstrafen, seien ihrem Dasein förderlich. Dabei sticht es jedem neutralen Betrachter ins Auge, dass jede Maßregel die gegen diese Menschen unternommen wird, darauf abzielt, ihnen das Leben zu verleiden und möglichst zu verkürzen. Mit jedem Wahnsinn, mit jeder Brutalität, tritt man an diese Menschen heran. Nur eines, will man ihnen nie zugestehen: Ihre Medizin und die Souveränität, ihr Leben selbst zu bestimmen.

Karlos
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Leider müssen in den Texten dieses Webprojekts, sofern diese der Wahrheit entspringen, Personen- und Ortsnamen umbenannt oder vertauscht werden. Wir sind bedroht, so wir frei die Wahrheit sprechen. So will es eine Obrigkeit, die Mordors Sauron dienen mag, nicht aber uns...-

Die Erzählung ist grundsätzlich eine Kunstform, mit der man fabulierend, wahre Begebenheiten schildern kann. Autoren oder Autorinnen dieser Erzählungen, nahmen nicht notwendigerweise an den geschilderten Begebenheiten teil.
Bei vielen Intracerebral unterzeichneten Texten handelt es sich um Übersetzungen aus dem Niederländischen.

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