**************************************************************************************** Die Behandlung morphinabhängiger Neugeborener, ist in mancher Hinsicht tragisch. Zum Einen ist es schon tragisch genug, dass solch frische Menschlein morphinabhängig zur Welt kommen, zum anderen ist die verheerende medizynische Behandlung tragisch, die gleich nach ihrer Geburt einsetzt.
Miriam war schwanger geworden und der eigentliche Vater wollte weder von ihr, noch von einem Kind wissen. Also sprang ich Idiot in die Bresche. „Überlege dir gut, Miriam“, hatte ich gesagt, "ob du das Kind haben, oder abtreiben willst. Wie immer du dich auch entscheidest, ich unterstütze dich dabei“. Es sollte nicht lange dauern und ich bereute meine große Schnauze zutiefst...
„Es ist so weit“, rief Miriam vom Badezimmer her. „Ich muss sofort ins Krankenhaus“. Ich hatte selbst kein Auto und so rief ich ein Taxi herbei.
(In vielen Lebenslagen sind Taxis einfach ökonomischer als eigene Autos. Man muss sich nicht ums Tanken kümmern, nicht um Steuern und Versicherung, man muss keine Strafzettel bezahlen und Sommer- wie Winterreifen wechseln sich auch quasi automatisch)
Miriam befand sich schon seit Jahren beim Amsterdamer Gesundheitsamt in Methadonsubstitution. Dass Sie Methadon benötigte, war dann auch das Erste, was ich den Ärzten im Krankenhaus, (AMC = Amsterdamer Uniklinik), deutlich machen musste. Das schien auch vorerst kein Problem zu sein.
Über zwei Tage dauerte es schließlich, bis Miriams Wehen eintraten. Bis dahin besuchte ich Sie täglich ein Mal Vormittags, ein Mal Nachmittags. Dabei klagte Sie jedes Mal über Entzugserscheinungen. Schließlich fragte ich, „Aber man gibt dir doch Methadon, oder etwa nicht“? Ja, Methadon bekam Sie, und zwar zwei Mal am Tag. Mit einem Verdacht, suchte ich den Stationsarzt auf. „Wie viel Prozent Methadon enthält die Lösung, die Sie Miriam verabreichen“? Der Arzt sah mich an. „Ein Prozent natürlich“, sagte er. Hier lag das Problem. Miriam war nämlich die zweiprozentige Lösung des Gesundheitsamtes gewöhnt. Das hieß, Sie bekam seit Tagen nur die Hälfte ihres Methadons. Wenn das mal gut ginge....
Zwar verdoppelte der Arzt danach Miriams Dosis, aber es war zu spät. Als noch am selben Abend die Wehen einsetzten, war Miriam durch die beiden Tage mit nur der Hälfte ihres gewohnten Methadonds zu geschwächt. Sie konnte die Geburt nicht aus eigener Kraft durchführen. Das Kind wurde schließlich mit einer Saugglocke, Wie ein Weinkorken, zur Welt gebracht. Es war ein Junge, den man auf diese Weise in die Welt zgezerrt hatte. Ich hätte verstehen können, wäre er gar nicht erst erschienen und hätte sich gesagt, „Ihr könnt mich alle am Arsch lecken. Bei dem, was ihr mit mir vor habt, bleibe ich lieber wo ich bin“!
Wegen Miriams Methadonkonsum während der Schwangerschaft, war der Kleine natürlich von Methadon abhängig zur Welt gekommen. Die Ärzte des AMC, des Academis medis centrum, machten sich ans Werk, um dem Neugeborenen zu helfen. Ihre Hilfe mündete schließlich darin, dass sie das Kind aKinst, versteht sich, und somit mit bestem Gewissen. Dabei verbarrikadierten sie sich so sehr hinter dem, was sie an der Uni gelernt hatten, dass ihnen keine Vernunft beizubringen war...
Als bei dem Neugeborenen etwa 5 Stunden nach seiner Geburt Entzugserscheinungen eintraten, begann er zu strampeln. Dabei handelte es sich um den üblichen Bewegungsdrang, verursacht durch einen ziehenden Reiz in allen Gliedern. Die Maßnahme der Ärzte gegen diesen Bewegungsdrang war, das Kind so fest in Tücher zu wickeln, dass es sich nicht mehr bewegen konnte!
Jeder Morphinist der schon einen Morphinentzug durchlebt hat, wird wissen, dass es an Folter grenzt, innerhalb der Phase dieses Bewegungsdranges durch Fesseln am Bewegen gehindert zu sein. Die Ärzte des AMC waren keine Morphinisten. Sie waren eiskalt geschulte Fachidioten und gingen deshalb in ihrer Folter methodisch nach den Regeln ihrer Kunst vor. Solches unnötige Foltern von Morphinisten, seien es Neugeborene oder Erwachsene, resultiert aus Unwissen, das sofort aus der Welt geschafft werden könnte, hörten Ärzte auch nur ein Mal auf das, was Morphinisten zu erzählen haben. Aber leider ziehen sie es vor so arrogant zu sein, diese Menschen von vorne herein für unzurechnungsfähig zu erklären, was sie der Notwendigkeit enthebt, ihnen Gehör schenken zu müssen.
Durch das Mumifizieren mit Tuchbahnen, war der Säugling weitgehend in seiner Bewegung gehindert. Um dabei zusätzlich seinen Bewegungsdrang zu reduzieren, gab man ihm „Luminetten“, niedrig dosierte Luminaltabletten für Säuglinge und Kinder. Luminal ist, wie Nembutal oder Veronal, ein Barbiturat...
Dabei bekümmerte es diese Ärzte wenig, dass sie im Begriffe waren, den Säugling von einer Morphingewöhnung, in eine ideologisch und politisch korrektere Barbitursäuregewöhnung zu bringen. Auch bekümmerte niemand, dass Barbitursäuregewöhnung gelegentlich tödlich verläuft, weil beim Entzug davon Komplikationen auftreten können, die ein Morphinentzug in den Maßen nicht aufkommen läßt. Doch was solls? Auch quälte man das Kind, man tat es nach den Regeln und so fühlte man sich jedenfalls unschuldig dabei...
Obwohl ein Verabreichen von Barbitursäure über Tage und Wochen hinweg aus medizinischer und pharmakologischer Sicht weit bedenklicher war, als dieselbe Behandlung mit Morphin, kannte man darin keine Skrupel. Barbitursäure stand nun mal politisch und ideologisch in besserem Lichte, mochte sie auch medizinisch bedenklicher sein......-
Die vernünftigste Behandlung dieses Säuglings wäre natürlich gewesen, ihm Morphin zu verabreichen und es mit der Zeit sehr langsam wieder auszuschleichen. Dazu eignet sich zum Beispiel Opiumtinktur. Aber das hieße, einem Säugling einen politisch und ideologisch verwerflichen Stoff zu verabreichen. Davon sah man ab und fesselte den kleinen Menschen weiter und fütterte ihn munter mit Luminetten.....
Sie vergifteten das Kind über Wochen hinwegmit Barbitursäure, machten es damit reinsten Gewissens Barbitursäureabhängig und scherten sich einen Dreck um Barbitursäureentzugserscheinungen, die irgendwann auftreten würden und überwunden werden mussten. "Oh", sangen die Ärzte im Chor, "wir schleichen die Barbitursäure hinterher einfach wieder aus". "Oh", sang ich daraufhin halblaut vor mich hin, "warum dann nicht gleich das Methadon ausschleichen und erst Barbitursäureabhängig machen"? Worin liegt die medizinische Rechtfertigung dafür, dass ein Mensch erst Barbitursäureabhängig gemacht werden muss, will man ihn von einer Morphinabhängigkeit befreien?
Es war auch hier wieder die ideologische Brille, die diesen Medizinern den Blick trübte. Entzugserscheinungen von Barbitursäure waren, wennschon nicht medizinisch, so dann doch politisch und ideologisch vertretbarer.Barbiturat = Gut, Morphin = Böse. Das war die Idiotengleichung, nach der diese Ärzte handelten! Und ich stand mit all meiner Einsicht machtlos daneben und musste zusehen, wie man diesen Neugeborenen quälte! Eine solche Behandlung kann schon bei Erwachsenen zu untolerierbaren Beeinträchtigungen im späteren Leben führen. Um wie viel mehr muss dann erst ein Säugling dadurch beeinträchtigt werden? Man muss nicht erst Medizin studiert haben um zu begreifen, dass ein Eintritt in diese Welt, begleitet von solch tiefgreifenden Schmerzen und Umstellungen, einen Menschen für den Rest seines Lebens traumatisieren kann. Abrupte "trockene" Entzüge
Sie hatten eine Checkliste, die irgend jemand irgendwo ausgeklügelt hatte. Mit dieser Checkliste in der Hand, kamen Krankenschwestern alle drei Stunden, um nach dem fest mumifizierten und innerlich vor Terror halb sterbenden Säugling zu sehen. Dabei guckten sie nach Symptomen des Entzugs, wie zum Beispiel Unruhe, Strampeln, Schwitzen und Schlaflosigkeit. Anschließend trugen sie ihre Befunde anhand einer Punkteskala von eins bis neun in ihrer Checkliste ein. Sie summierten die Ziffern und kamen damit zur angeblichen Stärke der Entzugserscheinungen, unter denen der Säugling gerade litt. Weil diese Krankenschwestern aber bis zur Selbstaufgabe ideologisch indoktriniert waren, traten sie mit dem Vorurteil an das Bett des Säuglings heran, sie würden ihn in verheerenden Entzugsschmerzen antreffen. Dies war aber nach einigen Tagen nicht immer der Fall. Der Säugling guckte jetzt schon auch mal still und sanft in die Welt hinein. Dennoch kreuzten die Krankenschwestern auf ihrer Checkliste an, er sei unruhig, er strampele, (...trotz Mumifizierung, das muss man sich mal vorstellen!!) er schwitze übermäßig, usw. Als ich verschiedene dieser Krankenschwestern auf ihre falschen Einträge ansprach, guckten sie wie Schafe und ignorierten mich. Auch hier, trübte Ideologie den Blick. Im Verständnis dieser Krankenschwestern, MUSSTE der Säugling nämlich unter verheerenden Entzugserscheinungen leiden. Immerhin war er ja "Rauschgiftsüchtig". (So primitiv das auch klingen mag, dies sind leider die Kategorien, in denen solche Leute oft denken...) Litt der Säugling aber augenscheinlich nicht an den erwarteten verheerenden Entzugssymptomen, wurden sie ihm angedichtet. Man übersah einfach das Fehlen der Symptome und trug in die Checkliste welche ein.
Nur mit Ohrfeigen wäre es möglich gewesen, die Nebelschleier der ideologischen Indoktrination dieser Krankenschwestern zu erschüttern...- Es war zum Verzweifeln! Man rannte schlichtweg gegen Mauern von Ignoranz und Dummheit an. Am Ende erwog ich, den Säugling aus dem Krankenhaus zu entführen. Ich wollte ihn in einer Reisetasche aus dem Gebäude schmuggeln, mit dem Taxi zum Flughafen schaffen und ihn im Düsenflieger zu meinen Großeltern nach Germany bringen. Freunde, Bekannte und ein tüchtiger Rechtsanwalt, rieten mir energisch davon ab. Doch dem Kleinen musste irgendwie geholfen werden. Es war Menschenpflicht, ihn aus den Klauen dieser wohlmeinenden Verrückten der Uniklinik zu holen....
In der Nähe des Amsterdamer Weesperpleins, unweit des Gesundheitsamtes, dem GG&GD, gab es ein altes Kinderkrankenhaus, das in bestem Rufe stand. Dort hatte ich ein Gespräch mit der Chefärztin des Hauses. Und siehe, sie begriff all meine Bedenken und Vorwürfe gegen die Ärzte der Universitätsklinik sofort. „Das Kind muss sofort dort raus“, riet sie...-.
Es dauerte noch einige Tage bis es mir geluang, einen Krankentransport zu organisieren. Schließlich wurde der Säugling in einem Ambulanzfahrzeug, unter Blaulicht und Sirene, von der Uniklinik in das Kinderkrankenhaus am Weesperplein geschafft. (Welch übertriebenes Spektakel, diese Fahrt, das auch nur wieder betonen sollte, wie schwer dieses morphinabhängige Kind doch an seinem Zustand leide. Alles nur Scheißheuchelei! Tatsache war, ich hätte den Kleinen ebenso gut und ebenso sicher in der Straßenbahn oder im Taxi von der Uniklinik zum Kinderkrankenhaus am Weesperplein bringen können...)
Im Kinderkrankenhaus wurden dem Säugling sofort die Fesseln abgenommen. Man befreite ihn aus mehreren Lagen Stoffbahnen in die er gewickelt war. Das Luminal wurde sofort über mehrere Tage hinweg ausgeschlichen. Ich verbrachte den größten Teil der Tage im Kinderkrankenhaus und überwachte das Ganze. Dem Kind ging es vom ersten Tag an in diesem Kinderkrankenhaus zusehens besser. Hier, war es endlich in guten Händen. Diese alte Chefärztin des Kinderkrankenhauses, sie stand zu der Zeit kurz vor ihrer Rente, wusste, wie man morphinabhängige Neugeborene behandelt, nämlich mit langsam absteigenden Dosen von Morphin...
Alle gut gemeinten Ratschläge sind und bleiben vergebens, solange Mediziner im indoktrinierten Zustand einherlaufen mit der stillen Auffassung, solche Menschen, egal ob Säugling oder Erwachsene, haben gefälligst zu leiden... (Das klingt zwar hart, aber leider scheint es sehr wahr zu sein...)
Das Geschilderte, war in Amsterdam/Niederlande geschehen. In Deutschland sieht es auf dem Gebiet der Behandlung morphinabhängiger Neugeborener nicht besser aus. Im Gegenteil, eher schlechter...- Die Geburt eines morphinabhängigen Neugeborenen in unserem Lande und unserer Zeit, wird für alle Eltern die des Denkens fähig sind, eine Zeit der Tortour sein. Es ist deshalb ratsam, schon vor der Geburt für eine Klinik zu sorgen, in der das Neugeborene liebevoll und vernünftig mit absteigenden Dosen eines milden Morphins, wie etwa Opiumtinktur, behandelt wird...
Es gibt noch eine Methode des Entzugs von Säuglingen, die mir persönlich am vernünftigsten erscheint. Sie ist aber unter Umständen aufgrund gesellschaftlicher und ideologischer Widerstände nur schwer zu verwirklichen: Nimmt eine werdende Mutter während der Schwangerschaft regelmäßig Morphin, wie zum Beispiel Methadon ein, sollte sie nicht damit aufhören und weitermachen wie bisher. Kommt das Neugeborene zur Welt, sollte sie es STILLEN. Auf diese Weise bekommt das Kind über die Muttermich weiterhin Opiat zugeführt und wird nicht gleich nach der Geburt, nach Eintritt in die neue Welt, den schmerzhaften Schrecken einer Umstellung vom Morphin gewöhntem Stoffwechsel zum Morphin abstinenten Stoffwechsel ausgesetzt. Ich könnte mir vorstellen, dass eine solche Umstellung, je nach dem wie behutsam oder abrupt sie durchgeführt wird, in dieser Lebensphase tiefe Prägungen hinterläßt. Stillt die frische Mutter, bekommt der Säugling während der Stillzeit mit der Muttermilch weiterhin sein Opiat. Abgesetzt, bzw ausgeschlichen wird es zusammen mit der Muttermilch, am Ende seiner Zeit als Säugling, bei seinem Übergang auf Festnahrung. Das erscheint mir die natürlichste Methode des Entziehens Neugebornener zu sein. Doch wird man sie vermutlich nur gegen die Widerstände des sogenannten "Fachpersonals", Ärzte, Betreuer und Sozialarbeiter, durchsetzen können, die sich in solchen Fällen in aller Regel gerne ihrer mageren Kruste Brotes wegen herandrängen, um in ihrer Unwissenheit hinsichtlich der ganzen Thematik, aber ideologische wohl geschult, den Dingen fatale Richtung zu geben. Alles, was dabei schief läuft, erklären sie zu direkten Folge des Morphingebrauchs. Das ist einfach und wird auch gerne allgemein anerkannt, "weiß" man doch vom vielen Hören-Sagen, mit welch "Teufeszeug" man hier zu tun hat...-.
INTRACEREBRAL Die Morphinistenseite
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