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KARLOS & Co. ERZÄHLUNGEN & KURZGESCHICHTEN:
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Knast Storys, Sucht & Szenen Geschichten, überwiegend von Karlos, Fantasie begabter Erzähler, pessimistischer Visionär, grundsätzlicher Misanthrop, Gelegenheits-Philanthrop und Initiator der Morphinistenseite...-
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Themen: |
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KNASTGESCHICHTEN
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Leben auf der Suchtstation H2
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Sterben auf der Suchtstation H2
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Abende der Suchtstation
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Unfall auf der Suchtstation H2
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Weihnachten auf der Suchtstation H2
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Im Strafbunker
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Kriminalfälle aus der Suchtstation H2
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Erinnerungen an H2
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Suchtstation H2
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Die Burg
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JVA Landsberg
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JVA Kaisheim
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Flucht aus dem Familienknast von F.
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Im Amsterdamer Gefängnis
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Ein Gefangenentransport
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Quasimodo
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Albert
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Der Stuhl an der Mauer
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REISEN
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Keats' Urlaub in Marokko
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London Town
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Marihuana auf Jamaika
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Vom Hindukush zum Eifelturm
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Mit Morphiumhydrochlorid im Paradies
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Tropische Szenerien
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Rückkehr ins Paradies
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Die Rampe zu Dachau
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Deutschlandreise
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Einladung nach X-Stadt
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VON MENSCHEN UND ANDEREN TIEREN...
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Von Ratten Joe und anderen Menschen...
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Jane, und die Asylantenstadt
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Der alte Hassan
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Das Moormädchen
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Von Klausens Reichtum
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Annas Story
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SALLY
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Sylvia, oder die tödlichen Mühlen
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Der Fall Herbert...
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Das Beispiel "Walter"
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Beim Amsterdamer Arbeitsamt
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Paranoia im Park
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Im Sexclub
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Frankies Abgang
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Bone ist tot...-
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Hein de slager
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Erinnerungen an den Schauspieler W. Hefeteig
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Szenen einer Ehescheidung
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JAGDSZENEN
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Die Urinkontrolle
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Die Bullen
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Der Fall Lee
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Der Sprung
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Regnerische Zeiten
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Ein Grenzübergang bei Kleve
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Verfluchter Doppelmord
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Der letzte Apothekenüberfall
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Fabians Tod und mehr...
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Die Überdosis
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Kommissar Hanser und seine Jungs...
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Freitag der 13.
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Der Wixer auf dem Bahnhofsklo
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Methadon & Elend in Nürnberg
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Korruption
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Vom Kommissar & der Nummer 7
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Erzählungen & Kurzgeschichten 2
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Pedros Rache
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Bei der Musterung
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Zeedijk, Amsterdam
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Spritzutensilien
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Am Amsterdamer Straßenstrich
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Ein Blick hinter die Coffeeshops
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Dort, wo man Hass sät...
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Der Ladenraum
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Der Surinamische Medizinmann
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Kiffer wie Du und ich.
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Heroin mit Salzsäure
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Keats' Urlaub in Marokko
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K E A T S ' U R L A U B I N M A R O K K O
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_________________________________________________________________________________ Resturlaub 1996, 2. Reise nach Marokko
Natürlich, wie sollt es anders sein, wieder allein, wie auf allen meinen Reisen
Mein Letzter Tag in Marokko
Nachts wollte ich ca. 10 km vor Larache, auf einem Teil von der alten, stillgelegten Landstraße, wie immer im Kombi lang ausgestreckt übernachten. Doch schon nach kurzer Zeit kam ein Polizist und vertrieb mich von dort, mit dem Hinweis, dieser Platz ist nicht gut, nachts ist er gefährlich denn es hat hier schon Zwischenfälle gegeben und ich sollte doch wo anders hin fahren .
Gut, und wohin?
Angst habe ich keine, doch wohin? Kurz vor Larache, dem alten Seeräuber-Nest, finde ich, obwohl es schon dunkel ist, doch noch einen Platz. Bei Tageslicht wird sich herausstellen das er das Attribut schön verdient!
Schlafe gleich hinter dem Eingangsschild von Larache. Dort sind Reihen von neuen Straßen mit diversen Parzellen angelegt, so als sei hier, für eine große geplante Siedlung, die Gegend bereits erschlossen worden. Nur außer den Straßen und den Masten für die Straßenbeleuchtung, die (noch?) nicht funktioniert, gibt es nichts, noch irgendwelchen (wie auch immer gearteten) Verkehr. Vielleicht ist dieses „Projekt“ eine Investruine?
Larache am frühen Morgen im Regen . Hat auch einen eigenen Charme.
Fahre weiter, am Strand entlang nach Tanger, jener magischen Stadt, von der W.S.Burroughs berichtete. Denke dabei an W.S.Burroughs, der in Tanger saß, und in einem, auch mir bekannten Zustand des neurochemischen Gleichgewichts, stundenlang seine Füße anstarren konnte.
Auch mein „mut tanten“ Hirn muß bald wieder ins biochemische Gleichgewicht gebracht werden, möglichst noch bevor es über die Grenze geht.
Tanger: Fahre und Laufe eine Stunde bei naß-kaltem regnerischem Wetter durch eine, mich kaum beeindruckende, islamische Großstadt. Bestimmte vor allem die intensiv von der Tourismus-Branche genutzten Plätze, sind auch für Touristen leicht als solche zu erkennen. Schnell erscheinen die typischen „Touristenjäger“, um einen alles was man nicht braucht, teuer verkaufen zu wollen. Eigentlich erkennt jeder jeden und hat bestimmte Erwartungen an den jeweils anderen. Doch den besten Deal machen besonders die, die es von der sportlichen Seite sehen, und vielleicht auch jene, die nichts kaufen.
Nach einiger Zeit komme ich auch an „DEN PLATZ“, laut Reiseverführer der Platz, wo früher, über viele Jahre ein sehr geschäftiges Treiben von Spionen aus Ost und West, von Kriminellen, von Rauschgifthändlern und anderen dunklen Kräften herrschte. Auch heute, selbst bei diesem nasskalten regnerischen Wetter, scheinen die Händler, vor allem Schlepper und Abzocker aktiv zu sein. Schon bewegen sie sich auf mich zu. Haschisch und Gras gibt es wie überall in Marokko, andere vor allem das von mir gewünschte Naturprodukte haben sie „natürlich“ auch, aber eben gerade jetzt nicht hier … Ja das kenn ich schon, sicher werde ich hier nicht stundenlang warten oder sonst wohin mitgehen, zumal die ganze Situation mehr als zweifelhaft ist und ich „es“ weder brauche noch nötig habe als „Selbstversorger“.
Selbst nachdem ich deutlich sichtbar gezeigt habe, das ich kein Interesse habe und nichts kaufen will, finden sich immer wieder ein paar abgerissenen Gestalten, die trotz Regen, ins Café an meinen Tisch kommen, oder vors Auto laufen, um mich zu zwingen, meine Aufmerksamkeit auf sie zu richten, um mir was auch immer anzudrehen.
Komme mir , gerade in Marokko , sehr oft wie eine „reiche Touristen-Kuh“ vor, auf der, für mich zwar unsichtbar, steht, daß sie „gemolken“ werden will. Will ich aber nicht. Trotzdem scheint hier fast jeder zu meinen, wenn die („Kuh“) schon mal da ist, muß es doch auch möglich sein, sie etwas zu melken, um wenigstens ein bisschen was vom (vermeintlichen) Reichtum abzubekommen. Ich weiß das die Menschen im Verhältnis zu uns arm sind und ich habe für ihr Verhalten auch Verständnis, trotzdem, bei aller „Liebe“, Verständnis und gutem Willen, irgendwann ist der Punkt erreicht und überschritten, dann kann und will ich auch nicht mehr.
Das Wetter ist schlecht und ich fahre weiter, raus aus Tanger. Es ist kalt, nein kühl und stellenweise gießt es so, daß der Scheibenwischer ins Schwitzen kommt. So fahre ich die Küste entlang. Anfänglich Serpentinen in Wolken und Nebel , hoch und runter .
Ab und zu leichtes aufklaren, dann Blick übers Meer, wo ein Teil von Herkules – Säulen zu erkennen ist, drüben in Europa, dem „Gelobten Land“. Dazwischen die Meerenge, muß ich an „Das Boot“ denken was hier „unten“ fast sein Verhängnis fand.
Stürmische See, leicht schäumende Kronen, geht es auf der Landstraße weiter nach Ceuta, durch landschaftlich schönes Küsten Gebirge. Auch jetzt, schon bei diesem schlechtem Wetter, erahne ich, daß diese Landschaft bei guter Sicht und schönem Wetter, wahre Gefühsstürme auslösen wird, selbst durch meine methadonisierte Wahrnehmung hindurch.
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Grenzstadt Sebta / Ceuta , Marokko / Spanien , auf afrikanischem Boden. Kleingeld vertankt, bevor es nachher mit der Fähre rüber nach Algeciras geht. Eine „Fähre“ die in keiner Weise mit den sauberen und gepflegten Schiffen der Verbindung zwischen Deutschland und Schweden (z.B. Rostock – Trelleborg) zu vergleichen ist. Auch ist der Fährpreis zwischen Europa und Africa auf dieser kürzesten Strecke in keinster Weise mit der wesentlich längeren Verbindung Deutschland – Schweden vergleichbar.
So, los geht’s, jetzt weiter durch die Bürokratie , vorher noch die üblichen „Auseinandersetzungen“ mit meinen mu-Rezeptoren (einer der 4 (?) Opiatrezeptoren), wann wie viel . Eigentlich ist es mir lieber, so was wie die Grenzbürokratie „nüchtern“ durchzustehen, um dann später, danach „zu feiern“, so wäre es noch vor ein paar Jahren gewesen , doch die Zeiten haben sich auch für mich geändert .
Es ist schon etwa um die Mittagszeit, es ist kühl und ich fühle mich fickrig. D.h. also , 10 ml.
„Grenze“ :
ACH JA; langsam erinnere ich mich wieder all dieser speziellen Prozeduren und der Sonderformulare, damals bei meiner ersten Marokko-Reise, schätzungsweise vor etwa 10 Jahren. Na klar, auch auf der Ausreise-Seite gibt es sie wieder, die ach so freundlichen und hilfsbereite „Helfer“, sogar den angeblichen vom „Ministerium für Tourismus ausgestellten Button“ sehe ich kurz bei einem.
Doch wenn man weiß was zu machen ist und dies ist nun auch wiederum nicht so schwer herauszufinden, dann geht es auch ohne „Hilfe“ (der Tourist denkt, doch „Allah“ lenkt!)
Bekomme ihre Art der „Hilfe“ aufgedrängt, ständig läuft einer vor mir her und will mir zeigen was ich wo zu tun habe. Ständig versuche ich mich dieser Plage zu erwehren und versuche ihnen klar zu machen, daß ich bescheid weiß, eine Hilfe nicht benötigt wird und von mir auch nicht honoriert wird. Nicht honoriert werden kann, da ich auch kein Kleingeld mehr habe, doch das macht nichts sie nehmen/wechseln auch großes Geld. Wäre ich nicht drauf gekommen.
Bei der Einreise war die Situation eine ganz andere, da konnte ich letztendlich nur dank der „privaten“ Hilfe von dienstbaren „Geistern“ und „Bakschisch“ ins Land (mein Auto ist ein Leasing-PKW und mir fehlten spez. Dokumente) Bin mir aber auch über die Ambivalenz der Situation im Klaren. Was sollen die Menschen hier, ohne Arbeit und auch ohne soziales Auffangsystem a la BRD, anderes tun. So versuchen sie, aus der physischen Nähe zu Menschen, die aus ihrer Sicht alle „Millionäre“ sind, auf irgendeine Art Profit zu schlagen. Sie wissen, dass dies verboten ist, es aber von den Grenzbeamten „wohlwollend“ geduldet wird, bzw. die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solchen Schleppern diese Arbeit „erlauben“.
Nun gut meinen ersten Schalter habe ich im nu selber gefunden und auch schon nach max. 2 Minuten meinen ersten, den Polizeistempel, ja und kann nun gehen . Bis zum nächsten „Stempel“, ob mit oder ohne Bakschisch, es dauert ca. 15 Min und geht nicht schneller. Stempel in den Pass und weiter, an der Polizei vorbei zum Zoll
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D E R Z O L L :
Da es naß und kühl ist, ich nur ein Hemd anhabe und auch mein Methadon noch nicht wirkt, stehe ich etwas zittrig frierend neben meinem Auto. Durch den kühlen Wind scheinen auch meine Augen einen etwas glasig-feuchten Eindruck zu machen.
Ein Zöllner, der mir auf den ersten Blick schon unsympathisch ist, glaubt nun, nein ist fest davon überzeugt, in meinem Verhalten die Nervosität und Angst des Rauschgift-Schmugglers an der Grenze, kurz vor der Entdeckung zu erkennen. Habe auch schon so eine Ahnung das mein scheinbares Verhalten (wieder mal) so missdeutet wird und richtig, ich werde zur Seite gewunken . Wie ich richtig dachte und vermutet habe, wird mir mein frieren als Angst und Nervosität ausgelegt, „der hat was zu Verbergen!“ Ich ärgere mich etwas über diese simple Sichtweise, doch was hilft es.
Der Zöllner, hoch herrschaftlich, weist mich an, alles auf zu machen und alles aus zupacken .
Werde sauer und unterschwellig aggressiv und so nehme ich erst meinen Schlafsack, gehe mit dem demonstrativ zu ihm, meinem „Lieblings“-Zöllner und zeige ihm LAUT und DEUTLICH alles, mit den (wie ich glaube) universell verständlichen Bemerkungen: „Nix Haschisch , nix Cocain , nix Opium (Leider)“ Bin stock sauer, knalle meine Kisten, die mit Campingausrüstung, Konserven Gas usw. usw. auf seinen Tisch, meine Matten, Decke usw. auf den Haufen auf seinen Tisch. Doch all das wird von ihm gar nicht groß beachtet. Nun gut, halte ihm meine große noch kaum geöffnete Reisetasche unter die Nase „Nix Haschisch!“, dies geht mit diversen anderen Dingen so weiter, und bald stehen meine „Innereien“ auf seinem nun vollen Tisch. Mein Methadon fängt an zu wirken, werde immer mutiger und sehe das alles etwas gelassener und mehr von der sportlichen, leicht humorvollen Seite, da es mir auch egal ist, wie lange es dauert und ob sie den Passat Variant komplett auseinander nehmen oder nicht, beschließe ich diese Situation zu genießen und auf die Spitze zu treiben! Eine Befürchtung habe ich jedoch, nein, eigentlich zwei:das mir evtl. Drogen untergeschoben werden.das mein Methadon, trotz ärztl. Begleitschreibens als Droge angesehen und auch konfisziert wird.Sollte etwas davon geschehen, habe ich vor intensiv zu kämpfen.
Nach einiger Zeit winkt mich der Zöllner zu sich. Dicht zusammenstehend gehen wir nun an mein Auto heran und er beginnt mit mir, um das Auto herum zu gehen. Will er etwas öffnen, komme ich ihm jedes Mal zuvor und zeige demonstrativ und immer lockerer werdend auf alles und jedes mit der lauten und deutlichen Bemerkung „Nix Haschisch“, möglichst immer so, daß es weit zu hören ist. Dies nervt ihn. Dies nervt ihn von mal zu mal mehr. An der Beifahrertür angekommen, beugt er sich tief in das Auto hinein, blickt hoch und winkt mir zu, ich soll mich zu ihm hinunter bücken, tut dabei fast so, als wenn er etwas gefunden hätte. Denke schon jetzt hat er aus lauter Ärger etwas „Beweismaterial“ aus seiner Tasche gezaubert, um es mir unterzuschieben, doch nein. Er zieht mich zu sich hinunter, tief in das Auto hinein, so daß man von außen uns weder sehen noch hören kann. Nun versucht er es auf die, ja ich weiß nicht, väterliche Art? Jedenfalls gibt er mir zu verstehen, ich brauche keine Angst zu haben und soll die Ruhe bewahren.
Dann macht er mir klar, daß er sich sicher ist, ich schmuggle etwas, und ich soll ihm hier und jetzt sagen was und wie viel es ist. Er ist sich sicher, daß es Haschisch ist, was ich hier irgendwo, zugegebener maßen gut versteckt habe, doch wenn sie wollen nehmen sie mich so auseinander, daß sie alles, egal was, finden werden. Aber ich brauche keine Angst zu haben, es ist alles in Ordnung, versucht er mich wieder zu beruhigen, ich soll nur sagen wie viel kg es insgesamt sind, denn das muß er wissen, um mir sagen zu können, was es ich zu bezahlen habe. Scheinbar haben sie hier ihre festen Tarife, wollte schon fragen ob bzw. ab wann es Mengenrabatt gibt?
Wenn ich „gestehe“ und vor allem bezahle, passiert nichts weiter und ich kann ansonsten unbehelligt, dann gleich wieder weiter fahren (zusammen mit den ganzen „Verzollten“ Drogen im Auto).
Zuerst glaube ich meinen Ohren nicht trauen zu können, doch es ist wahr, er bietet mir an, ihn regelrecht zu bestechen, wofür er mich dann die Grenze passieren läßt, egal mit welcher Art und Menge von Drogen im Auto. Kann mir ein leichtes lächeln kaum verkneifen. Es tut mir fast wirklich leid, nun hat er sich hier mir gegenüber so sinnlos geoutet und sicher ist auch aus seiner Sicht sein Angebot Schätzens wert. Doch was soll ich machen, ich habe nun mal nicht die von ihm erhofften und gesuchten Substanzen und was ich habe, da gibt es keine Diskussion, benötige ich auf alle Fälle selbst und ist für ihn sicher auch uninteressant.
Bin nicht mehr so laut (warum eigentlich) und versuche nun meiner seits ihm klar zu machen, er soll ruhig bleiben und es akzeptieren, daß ich ihm nicht helfen kann. Er ist auf der falschen Spur und es gibt nichts zu finden, aber auch wenn er es mir nicht glaubt, kann und werde ich für nichts bezahlen und von mir aus kann er auch weiter suchen und alles was er an Drogen findet behalten, weiter verkaufen oder was weiß ich mit machen.
Seine Mine versteinert, er ist sichtlich sauer und hält mich für einen ganz verstockten, ohne ein weiteres Wort dreht er sich um, geht zu seinen Kollegen und bespricht sich mit denen. Nach einer Weile kommt ein anderer Zöllner, einer der etwas englisch kann und freundlich wie er (noch) ist, klappt die Verständigung sogar etwas besser.
Ja sicher habe ich seinen Kollegen nur falsch verstanden, ich brauche keine Angst haben, es passiert nichts schlimmes usw. usw. Langsam tut es mir wirklich leid und ich würde ihnen, wenn ich könnte, ja auch entgegenkommen und gerne zugeben etwas Haschisch zu schmuggeln. Ich mache deutlich, daß ich ihn verstanden habe, doch so leid es mir tut, auch ihm kann ich nur sagen, daß ich nicht das habe was er sucht, nicht einmal das kleinste Probierstückchen. Obwohl ich ihm versuche klarzumachen u.a. am Aschenbecher im Auto, daß ich Nichtraucher (incl. Shit) bin kann er es kaum glauben, ein junger Mann aus dem reichen Deutschland der kein Haschisch nimmt ist für ihn ein Exot, eine Mutation. Doch so aus der Art bin ich doch nicht geschlagen, daß ich nicht für Opiate, egal welche, gern auch Opium zum rauchen, was ich aber in Marokko nie angeboten bekam, sprichwörtlich alles stehen und liegen lassen würde, doch kann ich ihm ja dies so schlecht sagen, geschweige denn auf mein Methadon hinweisen. Da hört alle Freundlichkeit und Friede auf, dies Methadon ist für mich viel zu lebenswichtig, als das mich jemand so rühren könnte dies aufs Spiel zu setzen. (Denn das hat diese Gesellschaft und die von ihr so geliebte Prohibition mich gelehrt, bei Opiaten hört alles, vor allem Recht, Gerechtigkeit, Fährnis, Freundschaft und erst Recht die „Liebe“ auf !)
„Wie zufällig“ tauchen nun auch Grenzer mit Hunden auf. Ich weiß sie haben Drogenhunde, denen auch mein Respekt gehört, wollen sie mich nun vielleicht mit ihnen einschüchtern? Hoffentlich hat nicht wirklich einer was im Auto „verloren“.
Ansonsten sollen sie doch ruhig, von mir aus auch mit „ihren“ Hundenasen, mein Auto durchschnüffeln. Lange Zeit war mir nicht klar, wieso sie dies nicht gemacht haben, heute denke ich, wenn der Hund etwas gefunden hätte, wäre es damit öffentlich und sie hätten die Chance auf eine Nebeneinnahme verspielt, so setzten sie wohl mehr auf die psychologische Wirkung bei mir. Dem englisch verstehenden Zöllner sage und zeige ich , daß ich überhaupt nicht rauche, nicht einmal Tabak , siehe auch Aschenbecher im Auto, oder haben sie bei mir Tabak gefunden?
Sollten sie, was unmöglich ist, doch Drogen finden, dann sollen sie auch gleich Fingerabdrücke von diesem Fund abnehmen. Meine können da jedenfalls nicht drauf sein. Ich bezweifle, ob der Versteht was und auch wie ich es meine, jedenfalls geht er nicht weiter darauf ein. Nun auch gut, obwohl sie jetzt mit noch mehr Personal und auch Werkzeug ankommen, bin ich guten Mutes. Ich gehe auf sie zu, lache und versuche ihnen zu verstehen zu geben, nur zu, daß sie von mir aus alles aufschrauben und durchsuchen können, und in der Tat, es ist mir wirklich egal (auch wie lange es dauert), sollen sie doch schrauben. Nur, so weise ich sie darauf hin, dies ist ein relativ neues Auto (ca. 13.000 km alt) noch „frisch“ aus der Fabrik, wie sie sehen können sind alle Schrauben und Muttern noch im Originalzustand, aber von mir aus können und sollen sie so viel schrauben wie sie wollen. Jedenfalls erwarte ich den PKW in ordnungsgemäßen, fahrbaren Zustand wieder zu bekommen und damit wäre es mir auch sehr, sehr ernst, in der Tat hätte ich es darauf ankommen lassen! Dies alles schien auch die neu hinzugekommenen „Untersuchungsbeamten“ vorerst nicht weiter zu kümmern, mich auch nicht, ich war die Ruhe selbst, auch kein Wunder, das Metha wirkte.
Sie suchten nun weiter am und im Auto herum, ich wurde mal hier hin und mal da hin gewunken, sollte etwas zeigen, erklären, öffnen usw. Tank, Reifen, Stoßstangen, Unterboden usw. abgesucht, getastet, geklopft und gerochen. Die Bereitschaft etwas auf- oder auseinander zu schrauben nahm schnell ab. Ich glaub auch, daß mein Verhalten (welches locker, hilfsbereit, fast fröhlich und amüsiert war) sie zunehmend irritierte.
Einige stellten sich nun zusammen, um zu beratschlagen und richtig, da hat auch einer eine Idee. Lachend kommt er auf mich zu und fängt an mich zu durchsuchen, na endlich, hat nun auch einer mal daran gedacht denke ich noch. Nun wird auch mein Bauchgurt begutachtet, die kleine Menge (25 ml) Methadon (als solches nicht erkannt) interessierte auch nicht weiter und die anfängliche Hoffnung, nun doch etwas zu finden verflog im Nu. Mein Eindruck ist der, daß sie mich für einen mind. mittelgroßen Fisch im Drogenschmuggel halten und zunehmend ratloser werden wo ich denn das Haschisch oder sogar Opiate (?) im Auto versteckt haben könnte.
Ja was nun weiter, denke ich und scheinen auch sie zu überlegen. Auch frage ich mich ob sie noch darauf kommen, auf das, was ja auch eigentlich vor ihrer Nase steht.
Sichtbar verärgert und auch frustriert, werden ihre Gesichter immer angespannter, noch immer nicht haben sie den kleinsten Hinweis finden können.
Doch dann, auf einmal lachen, fröhlich und gelöst, haha, bin ich doch etwas irritiert, wieso auf einmal so, ja fast fröhlich. Haben sie doch was „gefunden“? Etwas von dem ich ja wirklich nichts wissen kann, etwas was man mir untergeschoben hat, man liest ja soviel (und BILD, „ver“-bildet eben auch, obwohl es ja „verblödet“ heißen müßte). Neben der Sorge um mein Methadon, ist dies meine größte Befürchtung!
Sie winken mich heran, deuten auf etwas im Fußraum unter dem Fahrersitz. Komme näher und erwarte schon fast etwas untergeschoben zu bekommen, doch nichts. Soll mich bücken, sehe jedoch gar nichts, nun zeigen sie auf eine Schraube später noch auf andere und wollen wohl von mir wissen, was, wie, wozu die da sind.
Da ich es wirklich nicht weiß, kann ich nur die Achseln zucken. Weise erneut darauf hin, es ist ein doch noch sehr neues Auto und die Schrauben sind sichtbar noch nie berührt worden. Gelassen und ruhig gebe ich ihnen sehr deutlich auch mit Gesten zu verstehen, wenn sie wollen, sollen sie ruhig alles auseinander schrauben, nur bestehe ich erneut darauf es wieder in einem funktionsfähigen Stück zurück zu bekommen. Setze mich auf einen Stuhl und deute ihnen, sie sollen machen was sie wollen, ist mir egal ich habe und weiß von nichts. Meine Reaktion und Gelassenheit scheint sie doch zunehmen weiter zu irritieren und zu nerven. Unverständlich scheint ihnen auch, dass mir die hier an der Grenze verbrachte Zeit nichts auszumachen scheint, sind doch die Touristen sonst immer so in Eile, hab ich die Ruhe weg.
Jedenfalls geht es noch eine halbe Stunde so weiter, mit zunehmend mehr Desinteresse von meiner Seite. Langsam werden es immer weniger, von in „Hochzeiten“ mind. 12 Zöllner, bleibt letztendlich nur noch der übrig, der mir schon gleich von Anfang an so sehr „sympathisch“ war.
Jetzt ist er sichtbar stocksauer, was mir fast (aber nur fast) leid tut . Weist mich an endlich meine Sachen zu nehmen, meine Körbe und div. andere Dinge von „seinem“ Zolltisch zu nehmen, alles einzupacken und so schnell wie möglich abzuhauen. So schnell geht das nun aber auch nicht, nicht mit mir, mein Auto will und werde ich so wieder ein und zupacken wie es am Anfang war. Soll er meckern, was er will.
Sie haben es nicht gemerkt, kaum zu glauben, bei dem Aufwand und dem (professionellen?) Personal .
Wissen Sie was vergessen wurde zu durchsuchen, wo man hätte problemlos Schmuggeln können?
Nicht allzu lange
Meine Reisetasche die die ganze Zeit auf dem Tisch bei den anderen Sachen stand und die ich, ohne daß irgend wer in sie hineingesehen hat wieder ruhig vom Tisch nahm und im Wagen verstaute, ja in ihr hätte ich problemlos Kiloweise schmuggeln können. Lächelnd, innerlich doch froh, daß es zu keiner Konfrontation, auch wegen des Methadons gekommen ist, kann ich nun von allen ignoriert von dannen ziehen.
Also aus Marokko etwas raus zu schmuggeln scheint nicht das Problem. Schneller, gründlicher, vielleicht auch mit marokkanischen Hinweisen versehen und vor allem unbestechlicher ging es an der spanischen Grenze, sowohl bei der Ein- wie auch Ausreise, weiter. Wobei Richtung Frankreich, also von Marokko nach Spanien und von Spanien nach Frankreich, gründlicher kontrolliert wird als von Frankreich aus kommend. Größtes Vertrauen genießen dabei die unbestechlichen Hundenasen.
Das Problem ist Spanien, die sind da weitaus humorloser, vor allem, wenn es um so tödliche, der Kriminalität Vorschub leistende und schwer abhängig machende Drogen geht wie Cannabis. Weiß man doch daß gerade Cannabis besonders leicht in das Drogenelend führt und früher oder später alle Haschischsüchtigen dem Wahnsinn verfallen, genau so wie es allen ergeht die das Onanieren nicht lassen können. Sicher führt beides zu Sehnenscheidenentzündungen bis hin zu verkrüppelten Händen, doch es bleibt die Frage, führt auch Cannabis zur Rückenmarksschwindsucht?
Keats
INTRACEREBRAL
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