________________________________________________________________ Was die Wirkung von Opiaten so schwer definierbar macht und den Kreis ihrer Gebraucher so schwierig einzugrenzen, ist deren vielfältige Anwendbarkeit*. Opiat kann erfolgreich angewandt werden gegen Schmerzen, gegen Durchfall, gegen Alkoholismus http://www.indro-online.de/Ulmer_07.pdf , gegen Depressionen, gegen Psychosen, sehr wahrscheinlich* gegen gewisse Symptome und Formen von Autismus (Z.B. Aspergers Syndrom), Opiat stärkt vermutlich* das Immunsystem, (Nur wenige von Heroin Abhängige leiden jemals an Erkältungen oder auch nur Schnupfen...), Opiat wirkt auf seine Weise antiallergen Histamin und die Methadonbehandlung und wirkt sich sehr wahrscheinlich* positiv regulierend auf den Blutdruck aus. (Substitutionsärzte wissen zu berichten, dass ihre Patienten so gut wie nie an Bluthochdruck leiden) Opiate sind anwendbar zur Behandlung von Anorexia nervosa, Opiat kann angewandt werden gegen Symptome von ADS und ADHS, gegen Schlafstörungen, als Beruhigungsmittel, als Angst lösendes Mittel und gegen noch so manches Leiden, das von der etablierten Medizin noch nicht erkannt, noch nicht benannt, oder falsch bezeichnet worden ist...-. *Wie auch Cannabis und andere wertvolle, verbotene oder nur lächerlich gemachte und derart unterdrückte Heilpflanzen, ist auch Mohnmilch überraschend vielseitig anwendbar.
Wie der Arzt Thomas Sydenham schon vor fast einem halben Jahrtausend bemerkte: "Unter den Heilmitteln, von denen es dem allmächtigen Gott gefallen hat sie dem Menschen zur Linderung seiner Leiden zu geben, ist keines so universell und wirksam wie das Opium". Thomas Sydenham 1624 - 1689 Es ist noch heute wahr. Trotz modernster Pharmakologie kennen wir auch heute noch keine Substanz, die so vielfältig anwendbar wäre, wie Opium und seine Alkaloide. Opiate sind nicht verboten worden, weil sie so gefährlich seien für die Bevölkerung. Sie sind verboten worden, weil sie so gefährlich sind für die Industrie. Opiate sind unglaublich vielfältig anwendbar, sie sind natürlichen Ursprungs und somit nicht zu patentieren, und sie sind leicht und billig selbst herzustellen. All dies sind die Eigenschaften des größten Schreckgespenstes der Pharmaindustrie...-
Unter Menschen, die zur Selbstmedikation mit Opiaten neigen, findet man deshalb auch all die Leiden, gegen die Opiate anwendbar sind. Dadurch lässt die Gruppe der Opiatgebraucher sich nicht eingrenzen und findet man chronische Opiatgebraucher in allen Schichten der Gesellschaft.
Die Opiatgebraucher, die uns von den Medien aus politischen Gründen überwiegend vorgeführt werden, die „Heroinsüchtigen“ der Straße oder der Substitutionspraxen, sind nur ein geringer Teil der tatsächlich existierenden.
Wegen der breiten Anwendbarkeit von Opiat, finden sich unter ihnen auch Menschen in öffentlicher Stellung, wie beispielsweise, Staatsbeamte, Parlamentarier, Politiker aller Parteien, Musiker berühmter Orchester, Lehrer, usw., aber auch Menschen, die einfach nur innerhalb einer sozialen Struktur gefestigt sind, in der Opiatgebrauch verpönt wird und nur schwer zu rechtfertigen ist. Sie werden alles tun um zu verhindern, dass ihr Hang zum Opiat publik wird. Auf dem Spiele stehen nicht nur das Ansehen im näheren sozialen Bereich, sondern der Arbeitsplatz, die Karriere, der Verlauf eines ganzen Lebens. Deshalb verschwinden diese Menschen gerne unter der Bezeichnung „Schmerzpatient“ in Praxen gutwilliger oder befreundeter Ärzte, oder sie fahren zu Ärzten des benachbarten Auslandes, in die Niederlande, nach Belgien, nach Frankreich, und holen dort auf eigene Kosten ihr opioides Medikament. Kein Nachbar erfährt davon, kein Arbeitgeber, kein Arbeitskollege und vor allem keine benachbarte Apotheke, keine Krankenkasse, keine **BfArM und keine Bundesopiumstelle. Schätzte ich die Zahl dieser verborgenen Freunde des Opiats, läge ich mit einer halben Million wahrscheinlich viel zu niedrig.
Dies sind die Btm Grenzgänger, die betäubungsmittelbedingten Auslandsreisenden, von denen es schon seit Jahrzehnten X-Zigtausende gibt.
In den Achtzigerjahren war alleine die Praxis von Doktor Hardenberg, in der Nähe des Museumspleins zu Amsterdam, schon Anlaufstelle hunderter Opiatbedürftiger aus Deutschland. In seinem Wartezimmer traf man auf Menschen, die in Abständen von einer, zwei, drei oder vier Wochen, je nach Dosierung, sogar aus dem entfernten München herangereist kamen, nur um ein Medikament verordnet zu bekommen, dass ihnen in Deutschland aus ideologischen und finanzpolitischen Gründen verweigert wurde. Kam man damals in Doktor Hardenbergs Praxis, fand man oft nicht nur sein Wartezimmer voll wartender, überwiegend Deutscher Patienten, sondern auch den Korridor, vom Wartezimmer bis hin zur Haustüre. Oft war kein Platz für auch nur eine stehende Person mehr!
Doktor Hardenberg ist inzwischen längst schon von uns gegangen, nach zähem Kampfe übrigens, mit den städtischen und nationalen Gesundheitsbehörden, die ihm das Behandeln ausländischer Patienten ohne Wohnsitz in den Niederlanden untersagen wollten. "Die Nationalität und der Wohnsitz meiner Patienten, interessieren mich nicht". pflegte er zu sagen. "Mich interessiert einzig und allein, ob sie gesund sind". Er hatte sogar noch einen Brief an den damaligen Bundespräsidenten Weizsäcker geschrieben, in dem er ihn aufforderte, dafür zu sorgen, dass Deutsche nicht ins Ausland müssen, um ärztliche Behandlung zu finden. Ein nachträgliches HOCH, auf diesen tapferen und streitbaren Mann. Als Einwohner Amsterdams war ich mehrere Jahre sein Patient. Er war ein weiser Mann. Ich schätzte ihn sehr. Man wünschte sich solche Ärzte in Deutschland...-.
Gegenwärtig ist es in Frankreich gewöhnlichen Hausärzten möglich, ohne vorhergehende Anmeldung bei staatlichen Opiatkontrollstellen,, wie etwas der Bundesopiumstelle, ohne weitere Regeln oder Restriktionen, einen Monatsbedarf Subutex (Buprenorphin) zu verordnen. Man geht mit dem Rezept in die nächst beste Apotheke, legt Geld auf den Tisch und erhält sein Medikament. Zwar liegt die Zahl jener, die von solchen Gelegenheiten Gebrauch machen, im Dunkeln. Erfahrungen der Vergangenheit und von anderen Ländern Grenzen lassen aber darauf schließen, ihre Zahl liegt so hoch, für grenznahe Ärzte und Apotheker dürfte sie von beträchtlichem finanziellem Interesse sein.
In Deutschland wird noch stets davon ausgegangen, Menschen die zu Opiaten neigen, neigten nur deshalb dazu, weil sie sich mit Opiat ein Vergnügen bereiten, auf dass sie verzichten würden, erschwerte man es ihnen nur ausreichend. Deshalb zwingt man Deutsche Substitutionspatienten zu allerlei alberner und überflüssiger Übung, wie etwa, jeden Tag zum Arzt gehen zu müssen um ihr Medikament zu erhalten. Sogar Arbeitstätigen, die an Wochenenden ihre Ruhe benötigen, bleibt nicht erspart, auch an Wochenenden zum Arzt zu fahren. Bei der spärlich gesäten Zahl von Substitutionsärzten in Deutschland bedeutet das für viele oft, tägliche Reisen von hundert und mehr Kilometer.
Menschen mit ausreichend Geld, können sich solchen Schikanen Deutscher Btm Behörden entziehen. Sie fahren über eine Grenze, holen sich einen Monatsbedarf ihres Medikaments und sind womöglich vor dem Abendessen schon wieder zuhause. Das heißt, dass von allen schikanösen, als „Sicherheitsmaßnahmen“ getarnten Restriktionen Deutscher Btm Behörden nur und ausschließlich Mittellose betroffen sind. Arbeiter überwiegend, und davon auch noch arbeitslose Arbeiter, oder mit ein Euro pro Stunde Sklavenjobs Ausgebeutete. Sie sind es, die sich auch noch den miesen Schikanen unserer Btm Behörden unterwerfen müssen, nicht aber jene, die vielleicht sogar noch daran beteiligt sind, diese auszubeuten.
Deutschland, in betäubungsmittelpolitischer Hinsicht die Krone der Nationen, nämlich der Abschaum der ganz oben schwimmt, Deutschland, die Dritte Welt natürlicher Medikamente, ein Betäubungsmittel - Entwicklungsland, treibt seine Bürger ins benachbarte Ausland, um dort Medikamente und medizinische Behandlung zu erhalten, die aus ideologischen oder finanzpolitischen Gründen zuhause verboten sind, oder solchen Restriktionen unterliegen, dass jeder, der genügend Geld hat und es sich leisten kann angeekelt abwinkt und um Hilfe zum Nachbarn läuft.
*Wir schreiben hier „vermutlich“ und „wahrscheinlich“, weil es eben zu vermuten steht und wahrscheinlich ist. Wissenschaftliche Daten fehlen vielfach, weil das Forschen in dieser Richtung systematisch verhindert wird. Man ist deshalb gezwungen, auf eigene Erfahrungen zurück zu greifen. **BfArM = Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
INTRACEREBRAL Die Morphinistenseite
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