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Christiane F.



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C H R I S T I A N E   F . 

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Das Buch und anschließend der Film über Christiane F. und Die Kinder vom Bahnhof Zoo, haben in der Welt der Morphinisten unermesslichen Schaden angerichtet.
Die Erzähler dieser Geschichte, einige Reporter des STERN Magazins, hatten am Ende verschwiegen, dass die gute Christiane gleich wieder an der Nadel war, denn sie war natürlich nicht „geheilt“. Diese Tatsache fand aber, im Allgemeinen Glückstaumel über den vermeintlich guten Ausgang der Geschichte, kaum Aufmerksamkeit. Wie mir verschiedentlich versichert wurde, gab es in einigen Zeitungen nur kleine Artikel darüber, dass das gute Kind wieder am Heroin saß. Mit der Geschichte der Christiane F. wurde jedenfalls ein völlig falsches Bild des Morphinismus in die Öffentlichkeit getragen.
Gesetzt den Fall, Diabetiker die ihre Erkrankung mit Insulin steuern, bekämen als Nebenwirkung ihres Insulins grüne Pickel am Arsch. Nun kämen Mediziner, Polizisten, Staatsanwälte und Richter daher, nennten das Ganze „Die grüne Pickel Krankheit“ und versuchten mit aller Macht, Diabetiker von der Einnahme ihres Insulins abzuhalten. Den Kranken wird eingeredet, ihr Leiden käme grundsätzlich von Insulin das sie einnehmen und sie möchten doch bitte die Untugend der Insulineinnahme sein lassen.

Ebenso verhält es sich mit Morphinisten. Nur ist die Nebenwirkung ihrer Arznei nicht, dass sie davon grüne Pickel am Arsch bekämen, sondern dass sie in physische Abhängigkeit zu ihrem Medikament geraten.
Da sie aber ohne ihre Arznei ohnehin krank wären, fiele dieser Umstand wenig ins Gewicht, gäbe es da nicht eine ganze Population, die durch die quarkige Geschichte der Christiane F. dahin verführt worden ist zu glauben, die Nebenwirkung einer Arznei sei deren verheerende Hauptwirkung.

In der ganzen Christiane F. Hysterie wird der Bevölkerung lediglich wieder weis gemacht, das Problem sei "Drogensucht" und nicht etwa die Zunahme von Depressionen und anderer psychischer Störungen innerhalb der Bevölkerung, aufgrund zunehmender Vergiftung unserer Umwelt und zunehmender Falschheit und Verlogenheit von Politik und Gesellechaft, zusammen mit dem Unvermögen der Psychiatrie, solche Leiden effizient und menschlich zu behandeln.

Ich hatte schließlich höchstpersönlich einen Brief an die STERN Redaktion geschrieben und angeboten, Information über den Morphinismus zu liefern, der helleres Licht auf das Thema würfe als Christianes Buttergeschichte. Zur Antwort erhielt ich einen Brief der STERN Redaktion mit exakt diesen Worten. „Es besteht kein Bedarf. Vielen Dank. Ihre STERN Redaktion“.

Über eines sollte sich jeder klar sein. Bei diesem Medienrummel um Christiane F. ging es nicht um Volksaufklärung und dem "Retten" der Jugend vor den schlimmen schlimmen "Drogen". Dabei ging es ausschlisßlich um VOLKSTÄUSCHUNG und GELD!

Eine Wirkung, die der Jammerzirkus um Christiane F. in meinen Augen hätte haben sollen, wurde völlig verfehlt. Diese Geschichte hätte die Eltern der Nation auf die Barrikaden treiben müssen, als sie sahen, was ein rigoros angewandtes, menschenfremdes BtmG, letztlich nur geschaffen um Reiche und Mächtige noch reicher und mächtiger zu machen, unter ihren Kindern anrichtet. Eltern, hätten schreiend auf die Barrikaden gehen müssen, als sie sahen, wie ihre Kinder ihre mageren Ärsche für Kupfermünzen an perverse Schweine verhökern müssen, nur um an Krümel einer ansonsten spottbilligen Substanz zu geraten, eine Substanz, die sie in ihrer gegenwärtigen Lebensphase aus irgend welchen Gründen benötigen, eine Substanz, die von Rechts wegen seitens Ärzten verschrieben, seitens Apotheken abgegeben und seitens Krankenkassen bezahlt werden müsste! Eltern sollten auch auf die Barrikaden gehen, wenn ihre Kinder lebenslang zu "Rauschgifthändlern" gebranntmarkt werden, nur weil sie einem Freund auf dem Schulhof für 2 Euro und ein Eis, einige Krümel getrockneter Pflanzenreste überlassen hatten. Sind Eltern nicht natürliche Versager?

Eine Wirkung, die Christiane F's. Geschichte freilich mit Gewissheit hatte, ist, dass viele junge Menschen sich durch ihre Story vom Bahnhof Zoo und dessen Flair von spannenden kriminellen Abenteuern und gefährlicher Verruchtheit versucht fühlten, das geschilderte, in der erbärmlichen Langeweile ihres gesitteten zivilisierten Daseins, selbst mal auszuprobieren. Vielleicht war das am Ende sogar Absicht dieses Buches und des Films, oder zumindest ein billigend in Kauf genommener Nebeneffekt einer finanziell lukrativen Idee? Beispiele dafür, sind hier zu finden:
http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=10802
Solches, kann dann der Preis der Lüge sein...-

Und wenn man dieses Weib heute wieder an den Haaren herbei und ins Licht der Öffentlichkeit zerrt, weil man dahinter gekommen ist, sie ist ja gar nicht "gerettet" und man einen erneuten, profitablen Rummel - Versuch mit ihr starten möchte, und sie dabei mit macht, weil sie sich sagt: "Gut. Kann ich wenigstens wieder ein wenig absahnen, immerhin ist Heroin teuer", dann darf eben das Volk, und vorallem die, die es besser wissen müssten, die Morphinisten unter uns, den Rummel nicht mitmachen, keine Zeitung kaufen und kein Buch, worin über den Mist berichtet wird und keinen Film ansehen. Aber, wir leben in Deutschland, und so sehe ich schwarz. Ich fürchte, jeder würde sich den Mist wieder einverleiben und noch entzückt Beifall klatschen dabei.


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