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Wie sage ich es meinem Arzt...?



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Wie sage ich es meinem Arzt? Oder, sag' ich es ihm überhaupt?
"Haben Sie schon mal Drogen genommen, oder nehmen Sie noch welche, und so ja, welche“? Diese Frage hört man, stellt man sich einem neuen Arzt vor, oder hat man das Pech, in einem Krankenhaus zu landen.
Wie reagiert man als ex Morphinist oder gegenwärtiger Morphinist am Besten darauf? Bejahen Sie diese Frage, haben Sie grundsätzlich mit einer Menge Unannehmlichkeiten zu rechnen, von denen manche durchaus lebensbedrohenden Charakter annehmen können.

Beim Hausarzt können Sie damit rechnen, dass Sie in diesem Fall auch bei stärkstem Keuchhusten kein Kodein oder Dehydrokodein erhalten, sondern ein Döschen Wick Vaporub, oder ein Tütchen Eukalyptusbonbons. Haben Sie das teuflische Pech, an chronischen Schmerzen zu erkranken, wird Ihr Leben fortan zur Hölle werden. Man wird Ihnen keine adäquaten Schmerzmittel, also Opiate, verordnen. Statt dessen wird man Sie mit Buscopan-Zäpfchen, Parazetamol oder Spalttabletten zur Hölle schicken. Dass diese Art von Schmerztherapie ganz nebenbei Ihre Organe, wie Leber und Nieren, ruinieren wird, nimmt Herr Doktor gerne in Kauf. Alles besser noch, als etwa seinen Patienten von relativ unschädlichem Morphin abhängig zu machen, denn dann, wer weiß, käme am Ende noch die Polizei!

Hinzu kommt, dass Ärzte grundsätzlich zu Fehldiagnosen neigen, sobald sie vom Drogenkonsum/Morphinismus ihres Patienten wissen. Sie neigen dazu, jede Klage ihres Patienten, jedes seiner Symptome, als Folge seines Drogenkonsums/Morphinismus zu deuten. So kann es zum Beispiel geschehen, dass Ihr Arzt Atemnot, zurück zu führen auf Lungenkrebs, als Morphin bedingte Atemdepression diagnosiziert, oder die Schmerzen eines bevorstehenden Magendurchbruchs, als leichte Entzugserscheinungen. Jahrzehnte lange, hammerhart verlogene Propaganda, brachte unsere Ärzte dahin, Drogenkonsum/Morphinismus notwendigerweise als gesundheitsschädlich zu sehen. Man hat unseren Ärzten geradezu eingebläut, Drogenkonsum/Morphinismus ende zwangsweise in Siechtum und verfrühtem Tode. Das glauben sie, bis an ihr Lebensende. Zeit oder Lust, sich fortzubilden, um einzusehen, dass die meisten als gefährlich abgestempelten illegalen Stoffe, weit harmloser sind als alles, was sie selbst sich zur Entspannung zuführen, haben sie meist nicht. Man erschrickt, beginnt man den Bildungsgrad praktizierender Mediziner zu ermitteln. Man glaubt nicht, dass in einer Gilde, der Menschen ihr Leben anvertrauen, so viele Dummköpfe sich tummeln können.

Auch im Krankenhaus, kommen Ihnen, als Morphinist, große Gefahren entgegen. So müssen Sie zum Beispiel damit rechnen, auch bei schwersten Amputationen, keine wirklich wirksamen Schmerzmittel zu bekommen. Bei Vollnarkosen erhält der Patient in aller Regel, zusätzlich zum Narkosemittel, ein Opiat verabreicht, das verhindern soll, dass das Unterbewusstsein, trotz Narkose, während der Operation Schmerzen erfährt und der Patient dadurch für den Rest seines Lebens traumatisiert werden würde. Als bekennender Morphinist laufen Sie ganz realistisch Gefahr, dass Ihnen diese Gabe von Opiat vorenthalten wird. Es kann geschehen, dass man Schmerzmittel entweder ganz wegläßt, (Morphinisten dürfen ruhig lebenslange Traumen erfahren. Es geschieht ihnen nur recht!) oder aber, man verabreicht Ihnen nichtopioide Schmerzmittel, wie etwa Ketamin, was zu anderen, schrecklichen Folgen führen kann. Eine dieser Folgen wäre zum Beispiel, dass Sie die Operation bei Bewusstsein miterleben, aber sich auf Grund der lähmenden Wirkung des Ketamins nicht mitteilen können.
(das ist dem Autor geschehen!)

Zusammengefasst, lässt sich sagen: Bekennen Sie sich vor Arzt oder Krankenhauspersonal als ehemaliger oder praktizierender Morphinist, laufen Sie Gefahr, nicht mehr adäquat gegen Ihre Krankheiten behandelt und/oder, aufs Schrecklichste gequält zu werden.
Die Risiken, die Sie eingehen, verschweigen Sie Ihren Morphinismus, wiegen gering dagegen. Wichtig ist allerdings, dass Sie stets wachsam bleiben und darauf achten, was mit Ihnen geschieht. Lassen Sie sich keinen Stoff verabreichen, ohne sich zuvor eingehend nach dessen Sinn und Eigenschaften erkundigt zu haben
(Am Ende verpasst man Ihnen noch blauäugig einen Morphinantagonisten !). Trauen Sie keinem Arzt von vorneherein, nur weil er Arzt ist und durch seinen weißen Kittel und sein Gebaren Authorität ausstrahlt. Ärzte, sind auch nur Menschen. Oft stehen sie ethisch und moralisch auf keiner höheren Ebene als der nächst beste, daher gelaufene Stadtstreicher. Sie haben ein funktionsfähiges Gehirn (...unterstelle ich mal frei heraus…). Damit sind Sie befähigt, alles zu verstehen, sofern es nur verständlich erklärt wird. Misstrauen Sie deshalb grundsätzlich überall dort, wo Sie nicht verstehen.

INTRACERBRAL
Die Morphinistenseite



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